Im Reißen bewältigte der 21-Jährige nach erfolgreicher Anfangslast von 98 Kilogramm erst im zweiten Versuch 102. "Das ging dann ganz leicht", schätzte Schedler ein. Er blieb damit drei Kilo unter der Zielstellung und Letzter im sechsköpfigen Feld.
Paradedisziplin ist das Stoßen
In das Stoßen stieg er wie der spätere Europameister Dmytro Voronovskyi (Ukraine) mit der höchsten Anfangslast von 128 kg ein und brachte sie sicher nach oben. "Bei 132 Kilo hat Leon dann einen Schusselfehler gemacht. Da ist er beim Ausstoßen weich geworden und die Hantel ist ihm nach hinten gerutscht", schilderte Heim-  und Bundestrainer Detlef Blasche aus Bukarest. "Ich war mir sicher, dass die Last nach der guten Vorbereitung möglich ist." Dies gelang im dritten Durchgang und Silber in der Paradediszplin war klar. Weil Konkurrenten patzten, rutschte Leon Schedler im Zweikampf mit 234 kg auf den Bronzerang. Der größte Erfolg nach Silber und Bronze im Stoßen bei Junioren-Europameisterschaften.
Blasche freute sich riesig, denn "hinter Leon liegt wegen einer Knieverletzung ein grottenschlechtes Jahr 2018. Nun muss er bei den Deutschen Meisterschaften noch die Norm für den Perspektivkader erfüllen". Zwei Kilo im Zweikampf fehlen. "Da muss vor allem der Kopf mitmachen", ist Schedler zuversichtlich. Doch erst einmal genoss er neben dem Erfolg, wieder essen zu können: "Am liebsten Desserts und kleine Kuchen".