Zum Abschluss ihrer Landestitelkämpfe zeigten sich die älteren Leichtathleten des SC Frankfurt noch einmal gut in Form. Sie gewannen bei den Berlin-Brandenburgischen Jugendmeisterschaften der U 16 in Potsdam drei Medaillen. Die Sportler beider Bundesländer absolvierten ihre Wettkämpfe gemeinsam, wurden jedoch getrennt gewertet.
Clemens Wilke (M 14) brillierte auf seiner Paradestrecke, den 80 Meter Hürden. Er holte sich mit 11,94 Sekunden den Titel und lief das erste Mal unter 12 Sekunden. "Es hat mit der neuen Hürdenhöhe endlich mal alles geklappt, der Start, der Rhythmus, das Durchlaufen", freute sich der Lockenkopf. Clemens setzt damit die Tradition der Hürdensiege für den Frankfurter SC fort. Schon im Vorlauf war er gemeinsam mit einem Berliner Vorlaufschnellster. Mit dem 6. Platz über 100 Meter unterstrich Clemens seine Sprintqualitäten. Nur im Weitsprung, wo eine Medaille im Bereich des Machbaren lag, lief es diesmal gar nicht. Wegen Anlaufproblemen blieb er ohne gültigen Versuch.
Silber sicherte sich Tim Bechly (M 15) in einem schnellen 800-Meter-Lauf. Den Wechsel von der 1000-Meter-Strecke auf die kürzere Distanz, den seit diesem Jahr alle Jungen der U 10 bis U 16 vollziehen mussten, ist ihm mit der persönlichen Bestzeit von 2:10,60 Minuten gut gelungen. Der 6. Platz über 300 Meter bestätigte seine gute Grundschnelligkeit.
Zudem erreichten die Frankfurter Jungen ein beachtliches Mannschaftsergebnis: Die 4x100-Meter-Staffel beendeten Clemens und Tim gemeinsam mit Christopher Richter und Florian Berthold in guten 48,69 s als Dritte.
Florian (M 15) war dieses Mal der Pechvogel. Zwei 4. Plätze über 100 Meter und im Weitsprung sowie trotz neuer Bestzeit Platz 5 über die 80 Meter Hürden (11,68 s) sind seine Bilanz.
Groß war dagegen die Freude über den 5. Rang im Hürdenlauf bei Frederike Lehmann (W 14). Das Finale war ihr Ziel und dort kämpfte sie sich von Hürde zu Hürde nach vorn. "An meinem Start muss ich unbedingt noch arbeiten", schätzt Friederike ein.
In anderen Disziplinen konnten die Frankfurter Gruppe nicht vorn mitmischen. Hier und dort zeigt sich dann doch der Trainingsvorsprung der Sportschüler aus Potsdam und Cottbus, die in diesen Altersklassen bereits den Großteil der Teilnehmer ausmachen, während die Oderstädter auch die hohen Anforderungen an ihren Gymnasien bewältigen wollen.
In Potsdam traten bei den zeitgleich stattfindenden Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften der U 20 auch Leon Senger und Philipp Andrä als Frühstarter an, um erneut die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften anzugehen. Während Philipp (M 17) mit seinem 400-Meter-Lauf überhaupt nicht zufrieden war, knackte Leon (M 16) über 800 Meter erstmals die Zwei-Minuten-Marke und lief nach 1:59,90 min als Neunter von 24 Berliner und Brandenburger Startern über die Ziellinie, blieb aber immer noch knapp über der Norm.