Die Kliestower hatten es gut gemeint, wollten den Stadtarbeitern helfen, als sie im Herbst das Laub der kommunalen Straßenbäume zusammen geharkt haben. Die Laubhaufen liegen noch da. Der Bauhof verweigere die Abholung, sagt Ortsvorsteherin Gudrun Heinrich.
Aus der Stadtverwaltung heißt es dazu auf Nachfrage: Die geringe Personal-Ausstattung des Amtes für Tief- Straßenbau und Grünflächen „erlaubt es nicht, an der manuellen Laubaufnahme festzuhalten“. Eine effiziente Laubentsorgung könne auf Rasenflächen nur maschinell erfolgen, so Stadtsprecher Uwe Meier.
Für das Zusammenharken von Laub auf öffentlichen Flächen durch die Anlieger gebe es also keinen Grund. Es sei denn, der Anlieger sei gemäß Straßenreinigungssatzung in der Reinigungspflicht. Dann müsse er auch das Laub selbst entsorgen.
Die maschinelle Aufnahme der Laubhaufen  sei praktisch unmöglich. Deshalb wurde auch in anderen Ortsteilen das Laub nicht entfernt. Zumal in einigen Laubhaufen auf öffentlichen Grünflächen auch Grünabfälle aus Privatgärten untergemischt wurden. Als positives Beispiel führt die Verwaltung Güldendorf an. Hier haben die Bürger in der Laubsaison in Absprache mit dem Grünflächenamt an einem Wochenende den gesamten Ortsteil von Laub befreit und es in einen vom Amt gestellten Container entsorgt. Das danach gefallene Laub wurde liegengelassen und vom Bauhof entfernt. „Diese Praxis auf Kliestow zu übertragen, wäre eine wirkliche Hilfe“, erklärt Amtsleiter Frank Herrmann.
Wie und wann die Laubhaufen in Kliestow entsorgt werden können, soll nun mit dem Ortsbeirat geklärt werden. „Für die kommende Saison ist es besser, das Laub einfach liegen zu lassen, um eine maschinelle Entsorgung durch den Bauhof zu ermöglichen“, sagt Frank Herrmann.