So entwickelte sich fortan ein offener Schlagabtausch, bei dem mal die Gastgeberinnen und mal die Frankfurterinnen führten. Erst nach gut 20 Minuten und einem Timeout der Gäste konnten sich die Oderstädterinnen mit drei Toren in Folge auf 14:10 absetzen. Wie sich später herausstellen sollte, war dieser kurze Zwischenspurt für die weitere Partie enorm wichtig für die HSC-Frauen. Beim Stand von 16:13 ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zunächst torärmer. Beide Abwehrreihen verschoben und deckten zu Beginn der zweiten Halbzeit besser. Es dauerte gut dreieinhalb Minuten, bis Massens Torschützin vom Dienst Maria Stary auf 14:16 verkürzen konnte. Bei diesem knappen Vorsprung sollte es zunächst bleiben, denn weder den Niederlausitzerinnen gelang der Ausgleich, noch vermochten es die Oderstädterinnen sich frühzeitig abzusetzen.
Als die 40. Spielminute anbrach, waren es jedoch wieder die Gäste, die das Heft des Handelns in die Hand nahmen und sich bis zur 50. Minuten auf sieben Tore (26:19) absetzen konnten. Beatrice Zacharias war in dieser Phase von den Masserinnen kaum noch zu stellen und glänzte sowohl als Torschützin wie auch als Vorbereiterin. Dennoch gaben die Gastgeberinnen zu keiner Zeit auf und verkürzten mit vier Toren in Serie nochmals auf 23:26. Zum Glück aus HSC-Sicht behielt Julia Kupper zwei Minuten vor dem Ende bei ihrem ersten Tor die Nerven und traf zum spielentscheidenden 27:23. Am Ende stand ein verdienter 28:25-Sieg auf der Anzeigetafel der Artur-Walter-Halle zu Buche und der erste Auswärtssieg war perfekt.
HSC-Trainer Michael Schuster äußerte sich nach dem Spiel erleichtert: "Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat die Vorgaben über weite Strecken sehr gut umgesetzt und ein cleveres Spiel gemacht. Erst in den letzten zehn Minuten wurden wir unnötigerweise etwas nervös und hektisch. Dennoch bin ich zufrieden, denn bisher hatten wir noch nie in Massen gewonnen. Jetzt gilt es in Brandenburg unbedingt nachzulegen."
Sonntag bei Brandenburg-West
Durch den Erfolg verbesserten sich die Frankfurterinnen im weiterhin sehr engen Ranking auf den 6. Platz der Brandenburgliga. Am Sonntag reist die Mannschaft im ersten Rückrundenspiel zum SV 63 Brandenburg-West. Um 16 Uhr wollen die HSC-Frauen dann beim Tabellenelften den ersten Auswärtssieg vergolden und das Punktekonto erstmals seit dem dritten Spieltag wieder ausgleichen.
HSC 2000 Frankfurt: Anita Tumaszyk – Beatrice Zacharias 8 (0/1), Lisa Berger 5, Nora Tübbicke 4 (2/3), Annekathrin Lodtka 3, Elisa Winkowski 3 (0/1), Nicol Leuschner 3 (2/3), Julia Kupper 1, Nadine Wegener 1, Teresa EgemannSchiedsrichter: Jonas Günther, Rico Scheunig – Siebenmeter: TSV 10/6, HSC 8/4 – Zeitstrafen: TSV keine, HSC 5 – Zuschauer: 100