Mit nur neun Spielerinnen reisten die HSC-Frauen zu diesem schweren Auswärtsspiel an, denn der ohnehin kleine Kader musste kurzfristig noch drei Absagen verkraften. Die Rangsdorferinnen übernahmen sofort das Kommando im eigenen Haus und führten nach fünf Minuten schnell mit 4:1. Gäste-Trainer Michael Schuster musste früh den Lauf der Gastgeberinnen stoppen und bat seine Frauen zum Dialog. Danach war das Team endlich wacher und schaffte nach knapp zwölf Minuten den 5:6-Anschluss. Es sollte jedoch nur ein kurzes Hoch der Oderstädterinnen gewesen sein. Die Lok-Frauen lösten viele ihrer Aktionen über die erste und zweite Welle und räumten dabei konsequent zu den guten Außenspielerinnen ab, denen immer wieder zu viel Raum gegeben wurde. So setzten sich die Teltow-Flämingerinnen ohne große Gegenwehr Tor um Tor ab und bauten ihren Vorsprung bis zur Halbzeit auf ein beruhigendes 20:12 aus.
Die HSC-Mannschaft blieb in der Pause gleich auf dem Feld und bekam ihren Appell in der Halle. Die deutlichen Worte des Trainers schienen in den Köpfen der Frankfurterinnen angekommen zu sein. In der Abwehr wurde jetzt konsequenter und körperlicher agiert und im Angriff wurden nun auch die freien Räume bespielt. Während sich die Anfangsminuten des zweiten Durchgangs noch ausgeglichen gestalteten, waren es die Gäste, die nun klar spielbestimmend waren. So schmolz der zwischenzeitliche Neun-Tore-Vorsprung (23:14) bis auf 22:25 aus HSC-Sicht.

Trainer Schuster angefressen

Dass das Spiel keine endgültige Wende erlebte, lag an zwei technischen Fehlern und einem schlechten Abschluss in der besten Phase des HSC, was die Rangsdorferinnen sofort mit drei Toren in Folge zu nutzen wussten.  Am Ende gewannen die Gastgeberinnen verdient ihr fünftes Spiel in Folge.
Michael Schuster war nach dem Spiel angefressen: "Wir haben das Spiel klar in der ersten Halbzeit verloren. Wenn du dir so viele einfache Fehler leistest und den guten Außen von Rangsdorf so viel Platz lässt, hilft dir auch eine akzeptable zweite Halbzeit nicht. Zudem waren wir körperlich und geistig über weite Phase nicht präsent, was mir besonders aufstößt", sagte der Trainer.
Für seine Mannschaft gilt es nun, die Wunden zu lecken und sich konzentriert auf das letzte Heimspiel am 14. Dezember vorzubereiten. Dann empfängt der HSC 2000 um 17 Uhr den Oranienburger HC in der heimischen Sporthalle der Sabinusstraße, wo man sich mit einem Heimsieg versöhnlich von seinen Fans verabschieden möchte.
HSC 2000 Frankfurt: Anita Tumaszyk – Beatrice Zacharias 10 (1/1), Annekathrin Lodtka 6 (3/3), Elisa Winkowski 4 (1/2), Lisa Berger 2, Julia Kupper 1, Nadine Wegener 1, Nora Tübbicke 1, Kathleen Rußmann
Schiedsrichter: Felix Elliger, Sebastian Kittel – Siebenmeter: HSC 6/5, Lok 8/6 – Zeitstrafen: HSC 3, Lok 1 – Zuschauer: 50