So ist das, wenn sich der Hochadel trifft, dann bekommt das Normale wieder eine besondere Bedeutung. Elbony von den Salveyen, Emma von Müllers Mühle oder Elmaro von den Oderröschen zeigten sich nicht nur den Besuchern von ihrer besten Seite, sondern wollten auch bei den zahlreichen Wettbewerben einen Pokal mit nach Hause nehmen. Jedenfalls wollten das die Besitzer der Katzen.
Rassekatzen zu züchten bedeutet viel Arbeit, das lernt man schnell bei den Katzenbesitzern. Stammbäume werden vom Verein angelegt und gepflegt. Will man eine Katze zur Zucht zulassen muss diese zumindest auf einer Ausstellung gewesen sein, damit sie ordentlich begutachtet wird. Das hat auch Natalie aus Berlin vor. Ihre beiden Canadian Sphynx im Käfig vor ihr sind auch Exoten auf der Ausstellung. Kein Fell - das ist ihr Markenzeichen. "Ich habe mich so einer Katze angenommen, die keiner so richtig haben wollte", erzählt sie. "Noch nach einer Woche habe ich überlegt, ob ich sie jemals schön finden werde", meint sie lachend.
Ans Herz gewachsen ist sie ihr trotzdem. Eine weitere, gleicher Rasse kam hinzu und jetzt soll Nachwuchs her. Damit das auch ordentlich vonstatten geht, also mit Stammbaum und Begutachtung, ist sie auf der Ausstellung. "Es ist für mich Premiere", sagt sie. Noch kann sie sich nicht so richtig damit anfreunden, aber eine Ausstellung reicht ja.
Profis hingegen sind Thomas und Kerry Wachs aus Falkensee. Sie züchten britische Kurzhaarkatzen. Zwei haben sie mitgebracht. "Wir wollten genau so eine haben", sagt Thomas Wachs. Daraus wurde dann die Zucht. Bei der Sondershow "Treasures", also Schätze, belegt eine von den beiden den zweiten Platz. Hier wurden die Gold- und Silberfarbschläge aller Rassen bewertet. Für die kleine Amely aus Fürstenwalde die sich die Ausstellung mit den Eltern anschaute, kommt allerdings keine der Katzen für Zuhause infrage. "Unsere ist so lieb", sagt sie, "da brauchen wir keine Neue".
Reinhard Thomas indes zeigt sich zufrieden mit der Ausstellung in Frankfurt (Oder). Der Felina e.V., der nach dem Ende der DDR aus dem Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) hervorging, hat seinen Sitz in Berlin. "Dort sind Ausstellungsflächen aber entweder zu teuer oder entsprechen nicht unseren Ansprüchen", sagt Thomas. Die Messehallen in Frankfurt werden in der Ankündigung des Vereins als besonders schön eingestuft. "Mal schauen, ob wir wiederkommen", sagt er.
Die Frankfurter jedenfalls zeigten sich recht interessiert. An den zwei Ausstellungstagen bekamen sie fast 200 Rassekatzen aus aller Welt zu sehen.