Es ist seit Jahrzehnten Wind und Wetter ausgesetzt, dem Verfall und der Natur preisgegeben: das Kießlinghaus zwischen Briesener Straße und Leipziger Straße. Doch jetzt keimt Hoffnung auf, dass das nach wie vor denkmalgeschützte, stadtbildprägende Gebäude vielleicht doch noch erhalten und saniert werden kann.

Seit August gibt es neuen Interessenten für Kießlinghaus

Wie die Stadtverwaltung auf eine Anfrage des Stadtverordneten Uwe Henning (Fraktion Frankfurter-Bürger-Initiative/Freie Wähler) informierte, gebe es zurzeit Vertragsverhandlungen zwischen der Grundstückseigentümerin und einem Investor. Der letzte Käufer sei im Juni 2020 vom Kaufvertrag zurückgetreten, seit August gebe es aber einen neuen Interessenten für das Grundstück. 
„Parallel dazu finden zwischen dem potenziellen Investor Abstimmungen mit der Stadt zur geplanten Sanierung des Denkmals und der Wiedererrichtung des abgerissenen Gebäudeteils statt“, heißt es in der Antwort.

Abstimmungen über städtebaulichen Vertrag

Ziel sei ein städtebaulicher Vertrag. Der Investor plane mit der Sanierung des Gebäudes und einem Neubau die Errichtung von 33 Wohneinheiten. Nach derzeitigem Stand könnten die Arbeiten bereits im ersten Halbjahr 2021 beginnen.
Das Gebäude steht seit Anfang der 1990er Jahre leer. Eine Zeitlang besetzten Jugendliche das Kießlinghaus, um dort zu wohnen und ein Infocafé einzurichten. Später wechselten die Besitzer mehrfach – zwischenzeitlich war die Immobilie sogar gänzlich herrenlos.