Die Corona-Pandemie nimmt seit Herbstbeginn wieder Fahrt auf. Und mit den kühlen Temperaturen beginnt auch die Erkältungs- und Grippezeit.
Sowohl Corona als auch Grippe haben ähnliche Krankheitsverläufe. Vor einer Grippe kann man sich jedoch mit einem Impfstoff schützen. Die Impfung garantiert dann zumindest einen milden Verlauf der Influenza.

Nur mit Glück zur Grippe-Spritze

Doch es ist gar nicht so einfach in diesen Tagen sich impfen zu lassen. Denn bereits ein Jahr vor der Influenza-Saison muss schon der Hausarzt diesen Impfstoff bestellen. Im letzten Jahr war allerdings noch keine Rede von einer zusätzlichen hochinfektiösen Krankheitswelle namens Corona.
Im Moment ist es für einige Frankfurter eine Frage des Glücks, ob und wenn ja wann man eine Spritze gegen Grippe erhält: „Wer Privatpatient ist, für den hat der Arzt im letzten Jahr bestenfalls bereits mitbestellt“, so ein Apotheker in Frankfurt. Für wen nicht, der hat mitunter einfach Pech.
Denn in der Oderstadt kann sich zwar ein gesetzlich Versicherter ziemlich schnell beim Hausarzt impfen lassen, ein Privatpatient nicht. Dieser geht mit dem Rezept vom Hausarzt zur örtlichen Apotheke und mit dem Impfstoff dann wieder zum Hausarzt, dessen Personal die Spritze setzt. So der Plan. Seit einigen Tagen ist jedoch die Nachfrage nach dem Grippeschutz, bedingt durch die Corona-Pandemie, extrem gestiegen. So zumindest bis dato in Frankfurt.

Umfrage bei Apotheken: Kaum Impfstoff vorrätig

Eine Umfrage dieser Zeitung ergab diese Woche, dass von 15 Apotheken elf keinen Impfstoff mehr vorrätig haben. Nur vier Apotheken verfügen noch über wenige Ampullen. „Wir warten“, so mehrere Apotheker der Oderstadt. Man könne derzeit höchstens eine Bestellung aufnehmen. „Wir erwarten Mitte oder Ende November die nächste Lieferung“, so ein Frankfurter Apotheker. Für ihn sei es nur eine Sache der Freigabe. Er vermute, dass im Moment der Impfstoff noch zurückgehalten werde, da die Nachfrage höher sei als in den vergangenen Jahren. Der Impfstoff, den die Ärzte bestellt hätten, sei an die Praxen schon ausgeliefert worden.

Bernau/Panketal/Ahrensfelde

Einige Unternehmen hatten in der Oderstadt durch die Berufsgenossenschaft ihrer Belegschaft das Angebot einer freiwilligen Grippeschutzimpfung gemacht, die jedoch aufgrund des Mangels an Impfstoff ausfallen musste.
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