Noch in diesem Jahr soll die Auftragsvergabe erfolgen. Im Jahr 2020 könnten dann die ersten neuen Bahnen durch Frankfurt rollen. Welcher Hersteller den Zuschlag bekommen wird, ist zurzeit aber völlig unklar. Denn wie berichtet, haben im Spätherbst 2017 sowohl Skoda (Tschechien) als auch Solaris (Polen) ihre ersten Angebote zurückgezogen, nachdem zwei Jahre lang keine Entscheidung getroffen worden war. Beide Hersteller hatten 2015 als einzige überhaupt Angebote eingereicht.
Ziel der SVF ist es, bis zum Sommer Kaufverträge zu unterzeichnen. Entsprechende Gespräche führt die Geschäftsführung seit dem Herbst 2017. Möglich ist, dass eine neue Ausschreibung gestartet wird. Dann könnten auch andere Hersteller wie Pesa (Polen), Siemens und Bombardier wieder zur Angebotsabgabe aufgefordert werden.
Größtes Investitionsvorhaben in diesem Jahr ist aber der Neubau der Straßenbahnbrücke über der Autobahn A 12. Der marode Vorgängerbau war Anfang Dezember 2017 abgerissen worden. Die Erneuerung kostet die SVF insgesamt etwa 3 Millionen Euro.
Komplett barrierefrei ist bereits die Busflotte der SVF. Im Sommer erhält das Unternehmen die vorerst letzten drei neuen Erdgasbusse: zwei Gelenk- und einen Solobus. Und auch die Haltestellen sollen langfristig barrierefrei gestaltet werden. Noch im Januar soll darüber entschieden werden, welche Haltestellen in diesem Jahr entsprechend umgebaut werden.
Da auf der Strecke nach Markendorf bis Dezember ohnehin keine Straßenbahnen fahren, lässt die SVF dort Gleise erneuern. Etwa 1000 Meter Gleise werden 2018 ausgetauscht.
Die Stadtverkehrsgesellschaft wird in diesem Jahr mindestens 3 Millionen Euro für Investitionen ausgeben.