Das Hauptzollamt Frankfurt (Oder) hat im Jahr 2020 mehrere Tonnen Drogen, fast 500 Waffen und eine Tonne Feuerwerkskörper beschlagnahmt. Das geht aus der am Montag veröffentlichten Jahresbilanz des Amts hervor.
Demnach gingen den Zöllnern bei Kontrollen in Ostbrandenburg 3,85 Tonnen Betäubungsmittel ins Netz. Unter den sichergestellten Waffen seien etwa Schusswaffen oder Elektroimpulsgeräte gewesen. Den Angaben zufolge beschlagnahmten die Zollfahnder zudem 6,8 Millionen Schmuggelzigaretten und 1,3 Tonnen losen Tabak.

Zoll bekämpft auch Schwarzarbeit

Zu den Aufgaben des Zolls gehört weiterhin, Schwarzarbeit zu bekämpfen. Laut Bilanz prüften Zollmitarbeiter vergangenes Jahr 994 Arbeitgeber. 1721 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Straftaten seien eingeleitet worden.
Durch Prüfungen des Zollamts hätten Gerichte insgesamt 99 Monate Freiheitsstrafe verhängt und Geldstrafen in Höhe von mehr als 307 000 Euro festgesetzt. Dazu kämen knapp 230 000 Euro Buß- und Verwarnungsgelder.

19,5 Millionen Euro Schäden bei Sozialabgaben

Das Amt bezifferte den Gesamtschaden für die Sozialversicherungsträger auf rund 19,5 Millionen Euro. Neben dem Baugewerbe kontrollierten die Zollfahnder den Angaben nach vor allem das Hotel- und Gaststättengewerbe, das Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe sowie das Reinigungsgewerbe.
Schließlich hieß es in der Bilanz, das Hauptzollamt habe rund 2,05 Milliarden Euro für den Bund und die Europäische Union eingenommen. Der Großteil davon seien die Verbrauchsteuern wie die Energiesteuer gewesen.