In diesem Jahr feiern die Bewohner des Frankfurter Ortsteils den 725. Jahrestag der urkundlichen Ersterwähnung ihres Dorfes. Am Sonntag fand am Ortsrand der Auftakt einer Veranstaltungsreihe statt. Heinrich Stürmer hatte zusammen mit der Erbengemeinschaft Laternser zu einer Namensweihe eingeladen: Die Roteichen-Reihe, die vom Ernst-Senckel-Weg durch die Feldflur in Richtung der Straße nach Lichtenberg steht, wurde getauft. Sie trägt keinen Namen, sondern ein Datum – 10. März.
Es ist der Geburtstag von Heinz Laternser. Der vor vier Jahren verstorbene Berliner Bauunternehmer hatte nach der Wende den einst zum Volkseigenen Gut (VEG) Obstbau gehörenden Hohenwalder Pferdehof von der Treuhand gekauft – und erhalten. Seine Erben sind heute die größten Landeigner im Ort. Heinz Laternser habe das Dorf einiges zu verdanken – auch die Eichen am Ortsrand, sagte Heinrich Stürmer. Da man "keinen Personenkult" wolle, steht jetzt das Geburtsdatum auf dem Holzschild am Beginn der Baumreihe.
Stürmers Bitte, diese möge bis zur Straße hin verlängert werden, fand Gehör: Der Chef der Agrargesellschaft Lichtenberg, Arnold Derks, stimmte der Pflanzung auf seinen Flächen zu und kündigte, ebenso wie der Vertreter der Jagdpächter und Heinz Laternsers jüngste Tochter Tahnee finanzielle Unterstützung für den Kauf und die Pflege der jungen Eichen an.
Dann gab es noch eine weitere Weg-Taufe. Ortsvorsteher Olaf Herrmann und der Vorsitzende des Heimatvereins Hohenwalde, Dieter Hartung, enthüllten ein Schild mit dem Schriftzug "Stürmer-Stieg". Es soll Heinrich Stürmer zu Ehren am kleinen Weg zum Bullenberg aufgestellt werden und das Wirken des 78-jährigen einstigen VEG-Direktors für sein Heimatdorf würdigen.
Der 16-jährige Max aus Hohenwalde umrahmte die Zeremonie mit seinem Spiel auf dem Jagdhorn.