Jeder Wähler hatte bis zu drei Stimmen. Die Auszählung im Wahllokal in der Grundschule dauerte bis  etwa 20 Uhr, die Beteiligung lag bei 45,6 Prozent. 1270 Wahlberechtigte waren aufgerufen, noch einmal einen neuen Ortsbeirat zu wählen, weil drei der fünf bei Kommunalwahlen am 26. Mai gewählten Vertreter das Mandat nicht annahmen. Dabei spielten unter anderem persönliche Differenzen eine Rolle. Oberbürgermeister René Wilke veranlasste daraufhin Neuwahlen. "Die Wahl in Booßen ist eine wichtige Angelegenheit. Wir wollen eine gute Zusammenarbeit und hoffen für Booßen auf stabile Verhältnisse. Dank an die Wahlhelfer. So eine zusätzliche Ortsbeiratswahl ist ein großer Aufwand", erklärte der OB, der bei Auszählung mit vor Ort war. Ebenso wie der ehemalige Ortsvorsteher Eberhard Vetter, der nicht mehr kandidierte und hofft, dass "es jetzt ruhig weitergeht".