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Aber deutscher Sprechgesang in Polen? Das klappt am Sonnabend gut, die Sprache der Musik wirkt universell. Zu neunt steht die Rostocker Band Loopmilla auf der Bühne. Ihre Ansagen machen die Sänger immer wieder auf Englisch, sodass auch alle etwas verstehen.
Nur schade, dass die polnischen Gäste die ausgefuchsten Liedzeilen wie „Hauptsache wir bauen Parkplätze und noch mehr Supermärkte [...] wir bauen ein Denkmal, denk mal nach! für Konsum und Konserve“ und „Erst wenn der letzte Fisch gefressen wird, das letzte Tier vergessen, dann der letzte Baum gefällt ist, merkt ihr, dass man Geld nicht essen kann“ wohl nicht verstehen.
Am Polnischen versuchen sich die Sänger, etwa beim Bedanken oder wenn ein wichtiger Part kommt: „Uwaga, uwaga“ („Achtung“). Auch das Publikum lernt etwas: Hip Hop-Lektionen stehen an dem Abend an, zum Beispiel, dass die Hände  in die Luft gehören und mitwippen müssen.
Die Słubicer und Frankfurter sind verschwitzt und zufrieden, die Rostocker sowieso: „Danke, dass wir hier sein durften. Man wart ihr geil.“(sam)