Die seit 2011 in einer Kooperationsvereinbarung festgehaltene Zusammenarbeit von Jüdischer Gemeinde und Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) wird nach zehn Jahren bedarfsgerecht fortgesetzt.
Mit der Unterzeichnung am 22. März 2021 durch Dezernentin Milena Manns und die Vereinsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Larissa Bargtel tritt die Anfang Dezember 2020 von den Stadtverordneten beschlossene aktualisierte Vereinbarung in Kraft.
Inhalte der Vereinbarung sind grundsätzliche Verabredungen zur gemeinsamen Entwicklung des Jüdischen Lebens in der Stadt, insbesondere in den Bereichen Integration, Jüdische Geschichte der Stadt sowie Jüdische Gedenkstätten und Erinnerungstage. Überdies werden Zusammensetzung und Funktion des Beirats der Jüdischen Gemeinde festgehalten, der die Gemeinde in alltäglichen und besonderen Belangen berät und unterstützt.
Dezernentin Milena Manns: „Die Jüdische Gemeinde ist fester Bestandteil unserer Stadtgesellschaft. Über die Jahre ist ein Miteinander gewachsen, das die Vielfalt Frankfurts bereichert. Die fortgeschriebene Kooperationsvereinbarung ist zum einen Teil einer gemeinsam gelebten Erinnerungskultur, zum anderen das unumstößliche Fundament gegen aktuelle Bewegungen mit erschreckenden Tendenzen. Wir positionieren uns selbstverständlich und konsequent. Mit gleicher Überzeugung knüpfen wir an Bisheriges an und arbeiten weiterhin daran, eine bestmögliche Verzahnung unserer Anliegen nachhaltig umzusetzen.“

Land investiert in Sicherheitstechnik am Haus der Jüdischen Gemeinde

Die Kooperationspartner nutzten die Gelegenheit der Unterzeichnung, um sich über den Stand der Bauarbeiten zur Erhöhung der Sicherheitsmaßnahmen am Gemeindehaus zu informieren, die in 2020 begonnen wurden und in Kürze abgeschlossen werden. Dazu werden Türen und Fensterverglasungen erneuert bzw. denkmalgerecht aufgearbeitet sowie zusätzliche Überwachungstechnik installiert. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg fördert diese Sicherheitsmaßnahmen mit 239.320 Euro.