Die Oder in kräftigem Rot, der Rest in tiefem Blau – das Bild „Sehnsuchts-Grenze“ lädt zum Nachdenken ein. „Normalerweise trägt die Oder ja die Farbe blau. Durch die Grenzschließung im März erhielt sie aber von mir ein warnendes Rot“, erklärt Mariusz Poczatenko am Freitagnachmittag im City-Park-Hotel in Frankfurt (Oder). Der in Krakau geborene Künstler beschäftigt sich seit den 1980-er Jahren mit der Pouring- oder Gussmaltechnik.

Hoffnung in der Corona-Krise

Diese Mischung aus intensiven, leuchtenden Acrylfarben ermöglichen die Darstellung von großen Räumen – und kleiner Details. Wie zum Beispiel die kleinen, grünen Flecken an der roten Oder. „Das soll die Hoffnung in der Corona-Krise symbolisieren“, erläutert der Künstler, der in Frankfurt (Oder) lebt. Und zurzeit seine Familie und Freunde in seiner Geburtsstadt nur selten sieht. „Jowana“ ist sein Spitzname, der sich aus den Menschen, die er liebt, zusammensetzt.
Mit der Kunstausstellung nach der Arbeit und vor dem Feiertags-Wochenende ein wenig die Woche ausklingen lassen – das ist die Idee von Imogen Zimmermann gewesen. „Bis 20 Uhr sind die Bilder und der kreierte Schmuck heute noch bei uns ausgestellt“, sagt die Leiterin des City-Park-Hotels am Gertraudenpark. In der Vorweihnachtszeit plant sie nochmal eine Ausstellung mit Poczatenko.