Sabine Uhlmann war froh, dass sich eine Kollegin gefunden hatte, die sie mit nach Markendorf nahm. "In der Innenstadt ist man ja schnell zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs", sagte Sabine Uhlmann. "Für diejenigen, die in Markendorf arbeiten, ist es da schon schwieriger".
Wegen der kurzfristigen Ankündigung wurden viele Frankfurter vom Streik überrascht. Petra Rothe etwa musste von der Gartenstadt in die Robert-Havemann-Straße laufen. "Da ist man natürlich sauer", meinte sie. "Aber wenigstens waren diesmal an den Haltestellen Informationen." Auch zwei Studenten, die von der Innenstadt ins Sprachenzentrum in die August-Bebel-Straße wollten, wussten nichts vom Streik. Sie warteten jedoch die halbe Stunde bis Streik-Ende um 9 Uhr.
Die Gewerkschaft fordert weiterhin 120 Euro mehr Lohn für alle Beschäftigten des SVF und keine prozentuale Erhöhung. Außerdem eine Urlaubsbeihilfe von 400 Euro. Gibt es weiter keine Einigung, wird es auf eine Urabstimmung und einen anschließenden Streik hinauslaufen.