Ein lauter Knall, eine Erschütterung als wäre eine Bombe explodiert, zwei Mal hintereinander im Abstand von einigen Sekunden – das irritierte am Montag um kurz vor 13 Uhr viele Frankfurter, Słubicer und zum Teil Bewohner der umliegenden Landkreise. Zahlreiche Notrufe gingen in dem Zusammenhang bei der Polizei ein, in sozialen Netzwerken begannen Spekulationen über die Ursache. Gesichtet wurden in der Zeit Kampf-Flugzeuge am Himmel.
Eine Nachfrage beim Luftfahrtamt der Bundeswehr in Köln bestätigt dies. „Im dem Zeitraum waren zwei Eurofighter der Luftwaffe im Einsatz. Im Rahmen eines routinemäßigen Verfahrens eskortierten die Bundeswehrflugzeuge eine aus dem polnischen Luftraum kommende Zivilmaschine, die eine Kommunikationsstörung hatte“, so ein Sprecher der Behörde. Um Überschallflugzeuge habe es sich dabei jedoch nicht gehandelt – entgegen anderslautender Vermutungen in sozialen Netzwerken.
Einsätze dieser Art werden geflogen, wenn ein Flugzeug im deutschen Luftraum nicht per Funk zu erreichen ist. Die Eurofighter klären die Situation, um einen Terrorverdacht auszuräumen.
Die Einsatzabläufe werden im Nationalen Lage- und Führungszentrum Sicherheit im Luftraum (NLFZ SiLuRa) bei Uedem am Niederrhein koordiniert. In dem Zentrum arbeiten Bundeswehr-Soldaten, Beamte der Bundespolizei, die Deutsche Flugsicherung und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, um terroristische Bedrohungen durch zivile Flugzeuge auszuschließen.