Nach Auskunft der KVBB ist der Bereich Frankfurt/Landkreis Oder-Spree mit zehn Hautärzten ausreichend abgesichert. Gleichzeitig werden auf der Website der KVBB aber für Frankfurt Dermatologen für die Übernahme von Praxen gesucht. KVBB-Sprecherin Ute Menzel bestätigt, dass die hautärztliche Versorgung in Frankfurt sehr angespannt ist. Seit 2006 hätten fünf Hautärzte ihre Praxen geschlossen, ohne einen Nachfolger zu finden.  Für die Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung ist die KVBB zuständig.
Menzel verweist darauf, dass die KVBB die Ansiedlung eines Hautarztes finanziell unterstützt. Bis zu 55 000 Euro würde es für die Übernahme einer Praxis geben. Die Anstellung eines Hautarztes in einer Praxis oder einem Medizinischen Versorgungszentrum könne mit bis zu 30 000 Euro unterstützt werden. Bislang jedoch erfolglos – was eine Praxisübernahme betrifft. Die KVBB-Sprecherin stellt fest, dass viele junge Kollegen eine Planungssicherheit erwarteten. Die Rahmenbedingungen müssten so sein, dass sich die Fachärzte nicht scheuen, in die eigene Praxis zu investieren. Dabei komme schnell ein sechsstelliger Beitrag zusammen. Zudem müssten die Rahmenbedingungen für die Familie stimmen: Findet der Partner einen Job? Wie sind die Schulangebote und die Verkehrsanbindungen? Bislang sei es nicht gelungen, junge Hautärzte für eine längere Tätigkeit in Frankfurt zu begeistern. „Wir arbeiten mit der Stadt Frankfurt an einem vielversprechenden Projekt. Details dazu oder ein konkretes Datum können wir derzeit noch nicht benennen“, betont Ute Menzel.
Die KVB-Sprecherin fordert, dass die Politik dafür sorgen sollte, die Arbeitsbedingungen für ambulant tätige Ärzte wieder attraktiver zu gestalten. „Dazu gehört zum einen eine umfassende Entbürokratisierung. Zum anderen müssen endlich die Budgets der ärztlichen Bezahlung aufgehoben werden, damit die niedergelassenen Ärzte alle Behandlungen, Untersuchungen und Therapien, die sie durchführen, auch bezahlt bekommen“, betont Ute Menzel.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt kritisiert, dass Frankfurter Patienten zugemutet wird, im Landkreis Oder-Spree eine hautärztliche Behandlung zu suchen. Ihm selbst habe man einen Termin mit zwei Monaten Wartezeit angeboten. „Das ist nicht befriedigend“, stellt er fest. Martin Patzelt regt an, zu prüfen, ob die Rahmenbedarfsplanung den spezifischen regionalen Besonderheiten ausreichend Rechnung trägt. „Frankfurt (Oder) hat vermutlich durch die soziologische Situation (Altersdurchschnitt, sozial Schwache u. a.) einen vergleichbaren Mehrbedarf bestimmter Versorgungsangebote. In dem Rahmen übernehmen die Kassenärztlichen Vereinigungen für ihren Versorgungsbereich die Verpflichtung und Garantie für eine ausreichende Versorgung durch Zulassung von Fachärzten Sorge zu tragen“, betont Patzelt. In überversorgten Gebieten,  wie beispielsweise Berlin, könnten und sollten demzufolge zugunsten unterversorgter Gebiete Neuzulassungen verweigert werden.
Patzelt wirbt auch für ärztliche Versorgungszentren, wie die frühere Poliklinik. Diese würden Flexibilität bei den beschäftigten Ärzten und  Attraktivität für diese durch eine gute räumliche wie technische Ausstattung sowie Möglichkeiten der Kooperation ausstrahlen.
Sehr allgemein nimmt das brandenburgische Gesundheitsministerium zum Hautarzt-Notstand in Frankfurt Stellung. Die Sprecherin verweist bei der ambulanten medizinischen Versorgung vor allem auf die Zuständigkeit der KVBB. Und darauf, das das stationäre hautärztliche Versorgungsangebot in Frankfurt durch das Klinikum sichergestellt sei. Und als Träger eines Medizinischen Versorgungszentrums biete es eine neue Form der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung an.
„Der Landesregierung liegen hinsichtlich einer vermeintlich schlechten hautärztlichen Versorgung in der Stadt Frankfurt (Oder) keine Informationen bzw. Beschwerden vor“, heißt es.