Die Fahrten mit der Regionalbahn starten täglich um 12.13 Uhr (Ankunft in Posen 14.54 Uhr) und um 20.17 Uhr (Ankunft 22.37 Uhr) am Frankfurter Bahnhof und kosten 24,10 Euro für eine Strecke. Um die Kosten vor allem im Vergleich zum 40 Minuten schnelleren Eurocity (Kosten pro Fahrt: 27,60 Euro) zu reduzieren, will die Bahn in den nächsten zwei Monaten mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg über einen reduzierten Nahverkehrstarif verhandeln, wie Elke Kraus, bei der DB Regio Nord-Ost für Tarife zuständig, anlässlich der Einweihung der neuen Linie am Frankfurter Bahnhof sagte.
Gekommen war auch Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD), der die deutschen und polnischen Fahrgäste aufforderte, die neue Verbindung regelmäßig zu nutzen, "damit wir gute Argumente für weitere Linien haben". Posen sei wie Frankfurt immer eine Reise wert. Es sei erfreulich, dass Europa auch auf der Schiene weiter zusammenwachse.
Für Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) ist die neue Verbindung "ein gutes Zeichen zur richtigen Zeit, denn vieles, was in unserer Region passiert, passiert inzwischen grenzüberschreitend". Nachdem die deutsch-polnische Zusammenarbeit auf der Schiene im Bereich Güterverkehr sehr gut funktioniere freue er sich nun über die Kooperation im Personennahverkehr. Dieser könnten nach Ansicht von DB-Regionalleiter Andreas Zylka schon bald weitere folgen. "Wir haben im Zug viele neue Projekte besprochen."
Der Sonderzug war am Freitagmorgen von Berlin nach Posen gefahren. Dort wurde die neue Verbindung bei einem großen Bahnhofsfest gefeiert.