Zur größten Kinderregatta des Landes hatte die Deutsche Ruderjugend dieses Jahr nach Hamburg eingeladen. Auf dem Programm stand der lang ersehnte Bundeswettbewerb der 12- bis 14-Jährigen - die eigentlichen Deutschen Meisterschaften der Kinder. Hierzu musste man sich im Vorfeld qualifizieren, um an diesem Event teilnehmen zu können. Vom FRC schafften das sieben Sportler.
Der Bundeswettbewerb setzte sich aus einer Langstreckenregatta über 3000 Metern, einem Zusatzwettbewerb aus acht verschiedensten Athletikübungen und der Bundesregatta über 1000 Metern zusammen. Die sechs Zeitschnellsten von der Langstrecke starteten dann bei der Bundesregatta im A-Finale, der siebente bis zwölf Schnellsten im B-Finale.
Den Anfang für den FRC machte auf der Langstrecke Michelle Jäke im leichtgewichtigen Einer der Altersklasse 14. Im Abstand von einer Minute gingen die Boote ins Rennen. Nach 1000 Metern erfolgte eine Wende und es mussten noch einmal 2000 Meter absolviert werden. Michelle lieferte ein starkes Rennen, belegte in ihrer Abteilung und in der Gesamtwertung den zweiten Platz. Oliver Garz im Einer der AK 14 benötigte für die 3000 Meter 13:30 min und wurde Zwölfter der Gesamtwertung.
Svea Gallas und Alexandra Jocksch starteten im Doppelzweier der AK 12/13. Nach 13:47 min überquerten sie als Zeitschnellste ihrer Abteilung die Ziellinie. In der Gesamtwertung belegten sie den dritten Platz.
Julian Luther und Tony Kimmritz starteten ebenfalls im Doppelzweier der gleichen Altersklasse, wurden aber nur Letzte.
Dann startete der brandenburgische Landesmeister Niklas Hamann im Einer der AK 13. Er konnte seine Bestleistung abrufen und benötigte für die Strecke 14:06 min, belegte damit in seiner Abteilung den ersten und in der Gesamtwertung den zweiten Rang.
Die Bundesregatta über 1000 Meter begann mit dem A-Finale der Jungen im Einer der AK 13. Niklas Hamann übernahm bereits nach 200 Metern Schlag um Schlag die Führung. Unter den lautstarken Anfeuerungsrufen aller Brandenburger Ruderer überquerte er mit annähernd zwei Bootslängen Vorsprung als Erster die Ziellinie und sicherte sich somit den Bundessieg. Er kann sich nun inoffiziell Deutscher Meister nennen.
Für Julian Luther und Tony Kimmritz ging es kurze Zeit später im D-Finale über die 1000-m-Strecke. Beide kämpften wie die Löwen und belegten noch den dritten Platz. Danach waren wieder Alexandra Jocksch und Svea Gallas in ihrem Zweier am Start. Die Erfahrungen der zurückliegenden Jahre zeigten immer wieder, dass die zwei Zeitschnellsten auf der Langstrecke sich auch meistens die Medaillen über 1000 Meter teilen. Da hieß es für Svea und Alex, mit einer außergewöhnlichen Taktik im Kampf um die Medaillen einzugreifen. Nach dem Start setzte sich das Boot aus Königs Wusterhausen bereits leicht vom Feld ab. Der Rest des Feldes war relativ dicht beisammen. Nach 500 Metern erhöhten Svea und Alex dann ihre Schlagfrequenz und läuteten mit 35 Schlägen pro Minute bereit den Endspurt ein. Sie begannen ihre Flucht nach vorn und konnten sich ebenfalls vom Feld absetzten. Zum Ende schmolz zwar der Vorsprung, aber den zweiten Platz und somit die Silbermedaille konnte ihnen keiner mehr nehmen. Vize- Bundessieger - ein toller Erfolg!
Oliver Garz startete in seinem B-Finale auf der Außenbahn. Nach den ersten 250 Metern lag er noch gut im Feld,m konnte aber die angestrebte Schlagfrequenz nicht halten und wurde so von den anderen Boote nach hinten durchgereicht. Mit einem starken Endspurt kämpfte er sich zwar wieder etwas heran, aber leider reichte es nur für den fünften Platz.
Michelle Jäke bildete den Abschluss für den FRC. Die Brandenburgische Landesmeisterin startete auf der Bahn 4 und kam gut ins Rennen. Nach der Hälfte der Strecke lag sie sehr knapp auf dem zweiten Platz, dicht gefolgt von den Booten aus Schleswig-Holstein und Hessen. Durch ein kleines Missgeschick reichte es für sie am Ende noch für den vierten Platz.