In Frankfurt sind aktuell eigentlich die Gruppenausstellung "Der sachliche Blick. Malerei und Skulpturen aus der Sammlung des BLMK" in der Rathaushalle und im Packhof die Ausstellung "Gestern, heute, übermorgen. Der Blick der Moderne in grafischen und fotografischen Werken aus der Sammlung des BLMK" zu sehen. Geöffnet haben beide Ausstellungen sowie jene im Dieselkraftwerk Cottbus trotzdem – auf digitalem Wege. Die ersten Videos aus Cottbus sind auf der Facebook- und Instagramseite des BLMK bereits zu sehen, Videos aus Frankfurt kommen im Laufe der nächsten Woche dazu.
"Wir geben Einblick in die aktuellen Ausstellungen und stellen einige Bilder vor", erklärt Armin Hauer, Kurator der Ausstellung in der Rathaushalle. Er wird in den Frankfurter Videos zu sehen sein, mit einführenden Bildbeschreibungen. Das ist auch für ihn Neuland. Im Fernsehen  oder Radio hat er zwar schon gesprochen, habe dann aber immer gewusst, dass die Zuschauer oder -hörer am nächsten Tag kommen und sich die Ausstellung ansehen können. Er vergleicht die Situation mit Konzerten in der Wohnung oder vor leeren Rängen, ohne unmittelbares Feedback. Für Musiker sei diese Situation auch neu.
Die Ausstellung in der Rathaushalle war bis 3. Mai vorgesehen, "Gestern, heute, übermorgen" im Packhof war bis 12. April geplant. "Wir hoffen, dass wir sie auch danach noch zeigen können", sagt Armin Hauer. Eventuelle Ausstellungsverlängerungen und Programmverschiebungen kommuniziert das BLMK bis Mitte April, teilte Jenny Janka aus der Öffentlichkeitsarbeit mit.
Nicht nur die Arbeit mit den Ausstellungen, auch die museumspädagogischen Programme gehen im Internet weiter. Museumspädagogin Jette Panzer hat dazu einige Ideen, zum Beispiel zum Thema Ostern, die sie nach und nach umsetzen wird.

Videos gucken, im Katalog lesen

Armin Hauer ist wichtig, etwas zu den Bildern zu transportieren. Er würde sich über sachbezogenes Feedback freuen. "Noch besser ist es aber, sich mit Kunst zu beschäftigen", sagt er. Ein Buch oder Gedicht zu lesen, sich mit einem Kunstwerk oder dem Katalog einer Ausstellung zu beschäftigen, das geschehe einsam, in Zwiesprache mit sich selbst und dem Kunstwerk. Man könne nun mit einer Tasse Kaffee – was im Ausstellungsraum überhaupt nicht möglich wäre – zu Hause auch durch den Katalog der Ausstellung "Der sachliche Blick in der DDR" blättern, sich in die Texte einlesen und bald auch Videos dazu anschauen.
Die Videos gibt es unter blmk.de.Wer sich die Ausstellung mit dem Katalog nach Hause holen will, kann diesen per Mail bestellen: info@blmk.de (15 Euro)