Jede Menge Musik für Herz, Kopf und Beine bringt das letzte Januarwochenende mit sich: Zum mittlerweile 5. Mal wird in Frankfurt zu "Folk im Fluss" eingeladen. Bei dem Folkfestival am 29., 30. und 31. Januar sind neben den Lokalmatadoren von "Drei Liter Landwein" auch Künstler wie der gerade auf Solopfaden wandelnde Jörg KO Kokott und die norddeutsche Band Malbrook zu erleben.
Neben der bewährten Mischung aus jeder Menge Volksmusik im besten Sinne bietet "Folk im Fluss" in diesem Jahr erstmals auch Workshops. Musikanten und solche die es werden sollen, können sich im zum Folk passenden Geigespiel üben, sich an der Bodhrán - der irischen Rahmentrommel - versuchen oder erste Folktanzschritte probieren. Außerdem wird der Volkskundler und Musiker Ralf Gehler Besucher in einem Vortrag über Entwicklung und Strömungen der Volksmusik in der frühen Neuzeit informieren, wie Festival-Organisator Thomas Strauch ankündigt.
Bei der Planung von "Folk im Fluss" hat Strauch dieses Jahr zum ersten Mal Hilfe durch den deutsch-polnischen Verein "Kunstgriff", der sich der kulturellen Verbindung von Region und Universität verschrieben hat. Ein größeres Projekt pro Semester unterstütze der vor zwei Jahren gegründete Verein, sagt dessen 2. Vorsitzende Barbara Gerold. Zu den größeren Vorhaben, an denen das Kulturnetzwerk "Kunstgriff" bisher beteiligt war, gehörte demnach das Viadrina-Musical "Brats", das im vergangenen Jahr für Furore sorgte. Auch die Idee zu "Folk im Fluss" habe den Verein überzeugt, sagt Barbara Gerold. Mit der Zusammenarbeit steht nach den Worten von Thomas Strauch zum ersten Mal ein kleines, von Sponsoren bereitgestelltes Budget für das Festival zur Verfügung.
Neben dem von der DDR-Folklegende "Wacholder" bekannten Sänger und Gitarristen Kokott, Drei Liter Landwein und Malbrook haben sich auch die Folkloregruppe Rumpelstolz sowie Jörg Nassler (Gitarre) und Dunja Averdung (Gesang) angekündigt. Veranstaltungsorte sind die Darstellbar im Kleist Forum (Eröffnungskonzert am 29. Januar) und an den beiden Folgetagen das Audimax-Gebäude der Frankfurter Europa-Universität Viadrina.