In der Konzerthalle laufen derzeit die Aufnahmen zum Soundtrack des Films „Traumfabrik“, der am 4. Juli deutschlandweit Premiere hat. Es ist die erste Eigenproduktion des Filmstudios Babelsberg seit 25 Jahren. Heiner Lauterbach spielt eine der drei Hauptrollen.
Es ist mucksmäuschenstill. Cellisten, Geigerinnen, Trommler – sie alle warten auf das Zeichen des Dirigenten. Vor der Bühne stehen mehrere, hochsensible Aufnahmegeräte des Leipziger Tonstudios Genuin, die jedes Geräusch einfangen. Vier Tage lang lang spielt das Brandenburgische Staatsorchester Musik für den Film „Traumfabrik“ ein.
Im Sommer 1961 beginnt die Handlung, in einem Babelsberger DEFA-Studio. Es ist eine Liebesgeschichte, mit allen Höhen und Tiefen. Der Mauerbau trennt das Filmpaar Milou und Emil. Dagegen kämpfen die Liebenden an.
Das Brandenburgische Staatsorchester spielt seit Jahren Soundtracks zu Filmen und Computerspielen ein. Ebenso ist es Mitglied der europäischen Film-Philharmonie.
„Das Orchester gibt dem Film eine Seele“, sagt Thomas Zickler, der selbst keine Noten lesen kann. Er zeigte sich am Freitag „sehr berührt“ von den eingespielten Passagen. Neben dem Produzenten, der Filme mit Till Schweiger wie „Honig im Kopf“ drehte, führt Martin Schreier die Regie. „Wir wollten Nichts schnelllebiges“, erklärt dieser. Deswegen haben sich die beiden für die klassische Musik des Staatsorchesters entschieden, um eine „Zeitlosigkeit“ zu erreichen, mit der die 90-minütige Filmmusik noch in 20 Jahren gehört werden könne.
„Traumfabrik“ ist die erste Eigenproduktion des Filmstudios Babelsberg seit 25 Jahren. Thomas Zickler und sein Kollege Christoph Fisser wollen mit ihrer neuen, gleichnamigen Produktionsfirma „Traumfabrik“ die Babelsberger Studios als Hort für den deutschen Film wiederbeleben. Bisher wurden dort hauptsächlich US-amerikanische Filme abgedreht.
Thomas Zickler, der schon vor der Wende als Aufnahmeleiter in Babelsberg gearbeitet hat, brachte viel eigene Erfahrung in den ersten Film seiner eigenen Produktionsfirma.
„Charmant“ findet der Filmproduzent die Oderstadt, die er zum ersten Mal besuchte.