Bis März 2020 war es möglich, auch ohne Termin im Bürgerbüro der Stadt Frankfurt (Oder) vorzusprechen, um einen Reisepass zu beantragen oder seinen Personalausweis zu verlängern. Seitdem hat Corona die Erledigung behördlicher Angelegenheiten verkompliziert. Ohne Buchung eines festen Termins ging wenig.
Nun – mehr als zwei Jahre nach Beginn der Pandemie und nach Auslaufen der Sars-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung – will die Stadtverwaltung wieder spontane Besuche im Bürgerbüro ermöglichen. Dies jedoch vorerst nur an einem Tag in der Woche. Das teilte die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.

Für alle anderen Tage ist weiterhin eine Terminbuchung nötig

Ab sofort gilt, dass das Bürgerbüro und die Ausländerbehörde in der Logenstraße 7 donnerstags ohne vorherige Terminvereinbarung geöffnet sind – das Bürgerbüro von 8 bis 16 Uhr und die Ausländerbehörde von 9 bis 12 sowie von 13 bis 16 Uhr. Für alle anderen Öffnungstage (Montag, Dienstag und Freitag) sowie für den zweiten Standort des Bürgerbüros in der 11. Etage des Oderturms ist weiterhin eine Terminbuchung nötig. „Hier findet nach wie vor kein spontaner Besucherverkehr statt, um die fest vereinbarten Termine abzuarbeiten. Diese Möglichkeit haben zuletzt 2000 bis 2500 Bürgerinnen und Bürger pro Monat genutzt“, heißt es von der Verwaltung.

Frankfurt (Oder)

Die Stadt macht darauf aufmerksam, dass es vor allem zu Beginn der Neuregelung der Öffnungszeiten zu einem hohen Besucheraufkommen an den Donnerstagen kommen könnte und deshalb bereits vor Ablauf der Sprechzeiten alle Wartenummern für Termine aufgebraucht sind. Empfohlen werde daher weiterhin, die Online-Terminvergabe zu nutzen. Gleiches gilt für das Tragen einer Maske sowie die Einhaltung von Abständen innerhalb der Gebäude.

Stadt will Vorzüge des Buchungssystems nicht aufgeben

Aus Sicht der Stadtverwaltung hat sich die im Zuge der Pandemie etablierte Online-Terminvergabe durchaus bewährt. „Sie ersparte den Bürgerinnen und Bürgern lange, unplanbare Wartezeit in der Verwaltung, minimierte Infektionsrisiken und sorgte zudem durch amtliche Vorabinformation für eine bessere Vorbereitung der Termine seitens der Bürgerinnen und Bürger, sodass deren Angelegenheiten zügig und optimierte erledigt werden konnten“, heißt es in der Pressemitteilung. „Allerdings kam es dabei phasenweise auch zu großen Problemen, Termine zu bekommen und für wenig technikaffine Menschen stellte das Buchungssystem eine erhöhte Zugangsschwelle dar“, räumt die Stadt ein. Mit der Neuregelung sollen die Vorzüge der Online-Terminbuchung nun für die Zukunft beibehalten und der traditionelle Zugang zugleich wieder ermöglicht werden.
Anliegen, die keine Anwesenheit verlangen, können Bürger auch telefonisch, auf dem Postweg oder elektronisch erledigen. Für Vorsprache beim Standesamt ist zudem weiter eine vorangehende Terminvereinbarung nötig. „Hier findet ein spontaner Besucherverkehr statt, da die Effizienz der Abarbeitung durch vorherige Anmeldung des Anliegens deutlich gesteigert werden konnte.“