Seit mehreren Jahren wird in der Stadt über dieses Thema gestritten, denn Frankfurt zahlt im Vergleich zu anderen kreisfreien Städten sowie Landkreisen das geringste Pflegegeld und liegt auch deutlich unter den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge. Bereits 2007 wurde deshalb von den Stadtverordneten beschlossen, die Pflegegeldrichtlinie jährlich fortzuschreiben und die Empfehlungen des Vereins dabei zu berücksichtigen, was aber bislang nicht passiert ist.
Jetzt sollen die Beträge auf die empfohlenen Werte angehoben werden. Jens-Marcel Ullrich hofft, dass auf diese Weise auch mehr Pflegeeltern gewonnen werden können. Das würde letztlich zu einer Kostensenkung beitragen. Denn für die Unterbringung von Kindern in Heimen müssen pro Monat durchschnittlich pro Platz 3260 Euro aufgewandt werden. Das durchschnittliche Pflegegeld für Familien beträgt dagegen monatlich 721 Euro pro Kind bzw. Jugendlichen.