Einige Frankfurter Mädchen und Jungen des Jahrgangs 1995 schnupperten in Bydgoszcz erstmals internationale Heberluft und schlugen sich achtbar. Im weiblichen Bereich mussten Julia Höwler und Michelle Klassen bis zum letzten Versuch kämpfen, um die Plätze 1 und 3 in der Gesamtwertung zu sichern. Michelle legte eine lupenreine Serie hin, hob mit sechs gültigen Versuchen Bestwert im Reißen (39 kg). Beim Stoßen schaffte sie erstmals 50 kg. Ihre 89 kg im Olympischen Zweikampf bedeuteten 115,7 Sinclairpunkte und Platz 3.
Julia Höwler musste unbedingt im 3. Stoßversuch 55 kg zur Hochstrecke bringen, um den bis dahin bestehenden Bestwert der Polin Anna Lewandowska (117,8 Punkte) zu überbieten. Beim Reißen scheiterte Julia an der Bestleistung (46 kg), doch im Stoßen behielt sie ihre weiße Weste und bewältigte die 55 kg souverän. Am Ende hatte sie mit 120,3 Zählern knapp die Nase vorn und brachte erstmals den großen Siegerpokal mit nach Hause.
Die Jungs hatten dagegen einen schwereren Stand, denn ihre Konkurrenz weitaus größer. Im Limit bis 62 kg hatte es Kevin Freund mit elf weiteren Mitstreitern zu tun, die zudem bis zu zwei Jahre älter waren. Leicht beeindruckt von der Atmosphäre ließ Kevin gleich die Anfangslast im Reißen (50 kg) fallen, konnte sie aber im 2. Anlauf sicher bewältigen, wie auch die Steigerung auf 52 kg. Beim Stoßen gelangen ihm 66 kg. Am neuen Bestwert von 70 kg versuchte er sich vergebens, doch mit 118 Kilo im Zweikampf ließ er eine Steigerung erkennen.
Tobias Höwler, Zwillingsbruder von Julia, erwischte erneut einen guten Tag und hob in allen Disziplinen neue persönliche Rekorde. Für den 85-Kilo-Athleten steht nun der Bestwert im Reißen bei 77 kg. Auch in der zweiten Teildisziplin hielt er sich schadlos und stieß 91 kg, was ihm
200,8 Sinclairpunkte und Platz drei einbrachten.
In der Gewichtsklasse bis
94 Kilo ging Benjamin Krüger an den Start, der wie alle anderen ASK-Starter die Sportschule in Frankfurt besucht. Wie schon bei den Ostdeutschen Meisterschaften glänzte Benny mit sechs gültigen Versuchen und steigerte sich zudem im Zweikampf auf 168 kg. Im Reißen legte er mit 76 kg vor und verbesserte danach noch seine Bestleistung im Stoßen auf 92 kg. Mit 192,6 Punkten landete er damit ebenfalls auf dem Bronzerang.