Angaben der Stadtverwaltung zufolge soll die Studie nun Ende März vorgelegt werden. Die Gutachter seien unter anderem noch mit der Klärung diverser rechtlicher Fragen beschäftigt. Dazu zähle neben Fragen der Haftung und der des Betreibens der Infrastruktur auch eine Nutzungsänderung der Oderbrücke. Aus heutiger Sicht werde das Gutachten eine positive Tendenz aufweisen, heißt es in dem der MOZ vorliegenden Papier der Stadtverwaltung zur Berichterstattung an den Europäischen Integrationsausschuss von Frankfurt und Slubice.
Gleisenstein sprach von einem sehr positiven Treffen mit dem Slubicer Bürgermeister. Ciszewicz habe geäußert, er wolle wie vereinbart vor weiteren Entscheidungen zum Nahverkehr das Ergebnis das Gutachten abwarten. Das Thema ÖPNV habe für Slubice derzeit Priorität, es gebe auch die Idee, einen privat betriebenen Busverkehr anzubieten. Gleisenstein zufolge berichteten die Vertreter aus Frankfurt – darunter der Stadtverordnete Frank Hammer (Linke) – vom Scheitern eines privaten ÖPNV im Landkreis Spree-Neiße.
Mit der von der Stadt Frankfurt in Partnerschaft mit Slubice ausgeschriebenen Studie sollen ein technisches Konzept, ein Verkehrskonzept und ein Betriebskonzept für den grenzüberschreitenden ÖPNV und eine Erweiterung des Frankfurter Straßenbahnnetzes in Richtung Spitzkrug vorgelegt werden. Gefordert werden außerdem eine Untersuchung der wirtschaftlichen Machbarkeit, ein Konzept zu den Auswirkungen auf die gesamte Stadtentwicklung, ein Konzept zur Vorhabensabsicherung sowie ein Kommunikationskonzept. Die Kosten sind mit
180 000 Euro veranschlagt, zwei Drittel übernimmt Frankfurt.