Die Integrationsbeauftrage kündigte eine Erhebung zu Fremdsprachenkenntnissen in der Verwaltung an. Darum habe der Oberbürgermeister gebeten. Ziel sei nicht, dass alle Mitarbeiter Sprachkurse belegen. Vielmehr gehe es darum, bei Bedarf und Verständigungsproblemen entsprechend geschulte Beschäftigte dazubitten zu können. Anna Kuntze empfiehlt außerdem, dass Listen mit Angaben zu diesen Mitarbeitern und Dolmetschern in der Verwaltung verfügbar seien sollen. Wichtig ist Sprachkompetenz nach ihrer Einschätzung vor allem in der Ausländer- und der Fahrerlaubnisbehörde, im Bürgerbüro, dem Jobcenter, der Kfz-Zulassungsstelle und dem Gewerbeamt. Für problematisch hält sie auch, dass kein Mitarbeiter im Asylbewerberheim Englisch spreche. Das sei den Beschäftigten insofern nicht anzulasten, als dass Sprachkenntnisse keine Einstellungsvoraussetzung waren.
Nach Angaben der Kommunalen Statistikstelle lebten Ende Mai 2727 Ausländer in der Stadt; das entsprach einem Bevölkerungsanteil von 4,6 Prozent. Im Jahr 2006 hat der Anteil noch bei 3,98 Prozent (2466 Frauen und Männer) gelegen. Wie aus der Statistik weiter hervorgeht, hatten Ende Juli 1092 Polen einen Wohnsitz in der Oderstadt - 52 mehr als noch zum Jahreswechsel.