Die Polizei erklärte, dass seit Anfang Juli für den 3. September eine Anmeldung für eine Demonstration an der Grenze vorliege. Außerdem gebe es bereits eine Anmeldung für eine Kundgebung, "die sich gegen die Inhalte des Erstanmelders" richte.
Diese Anmeldung kommt vom Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)", wie deren Sprecher Jan Augustyniak bestätigte. "Zusammen mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund wollen wir am Brückenkopf ab 14 Uhr eine Kundgebung gegen diese Demonstration abhalten", sagte Augustyniak. Wie schon bei vorherigen Kundgebungen der Nazis gehe es darum "ein deutliches Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Wenn wir menschenverachtende Stimmungen nicht als solche identifizieren, können sie sich entfalten und weiter verschärfen", erklärte er.
Die Demonstration am 3. September ist die zweite in diesem Jahr, die auf das Konto von "Frankfurt/Oder wehrt sich" geht. Am 20. Februar hatte sich die Gruppierung mit mehr als 100 Anhängern auf dem Marktplatz versammelt. Es gab mehr als 200 Gegendemonstranten. Die Veranstaltung blieb friedlich. Im vergangenen Jahr hatte es in Frankfurt sechs Anti-Asyl-Demonstration gegeben.
Der 3. September ist für viele Frankfurter Familien ein ganz besonderer Tag. Denn dann finden in der Stadt auch die Einschulungen statt.