"Ich finde es völlig untragbar, dass fast die komplette Landtagsfraktion und damit auch Wilko Möller offen zu einem Rechtsextremen stehen. Möller sollte sich von Andreas Kalbitz distanzieren und dafür einsetzen, dass er nicht länger in der Fraktion bleibt", erklärte sie.
Am 15. Mai hatte der Bundesvorstand der AfD beschlossen, Kalbitz die Parteimitgliedschaft zu entziehen, weil dieser Mitgliedschaften in rechtsextremen Organisationen wie die inzwischen verbotene Heimattreue Deutschen Jugend verschwiegen hatte. Kurz darauf stimmte die Brandenburger Landtagsfraktion mit großer Mehrheit dafür, dass der unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehende Kalbitz trotzdem weiter Fraktionsmitglied bleibt.
Der 2019 in Frankfurt direkt in den Landtag gewählte Wilko Möller verwies in der MOZ darauf, dass eine juristische Prüfung der Entscheidung des Bundesvorstands ja noch ausstehe, und dass er zudem kein Vertrauen in den Verfassungsschutz habe. "Der Bundesvorstand rückt von Andreas Kalbitz ab. In der AfD-Landtagsfraktion aber steht eine überdeutliche Mehrheit hinter ihm. Das zeigt einmal mehr, dass wir es in Brandenburg im Bundesvergleich mit einer besonders rechten AfD zu tun haben", kommentiert Sahra Damus.