Die Grünen-Landtags-Abgeordneten Sahra Damus und Clemens Rostock haben eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. In ihr geht es um die Reaktivierung des Verkehrshaltepunktes Booßen auf der Regionalbahnstrecke 60 zwischen Frankfurt und Eberswalde.
Booßen sei mit rund 1500 Einwohnern der zweitgrößte Ortsteil Frankfurts, argumentieren die Abgeordneten und verweisen auf den "Zuzug vieler Familien mit hohem Mobilitätsbedarf". Angesichts des im Mai dieses Jahres gestarteten Vergabeverfahren für das Regionalbahn-Netz in Ostbrandenburg ab 2024 regen Sahra Damus und Clemens Rostock an, den Haltepunkt in Booßen zu reaktivieren.
Seit 1996 hält am Bahnhof Booßen kein Regionalzug mehr. Der Ortsteil ist nur über die Buslinie 981 zum Bahnhof in Frankfurt an den Regionalbahnverkehr angebunden. Die Busse benötigen von Booßen 27 bis 30 Minuten zum Bahnhof. Mit dem Zug betrüge die Fahrzeit für die 6,1 Kilometer nur rund fünf Minuten, argumentieren die beiden Grünen-Politiker. Sie verweisen auf die verkehrsgünstige Lage des Bahnhofs Booßen nahe der B5, was einen P+R-Parkplatz denkbar mache, und fragen: Wird bei der Ertüchtigung der Strecke RB 60 für den Stundentakt ein möglicher Verkehrshalt in Booßen einkalkuliert? Und: Wird die Landesregierung bei der Bestellung der Linie RB 60 eine Reaktivierung des Verkehrshalts in Booßen (RB 60) veranlassen?