Als erste von rund 520 Leichtathleten aus 270 Vereinen stiegen am Sonnabend die Achtkämpfer und Siebenkämpferinnen sowie Sportler in den Blockwettkämpfen Lauf, Wurf und Sprint/Sprung in das Meisterschaftsgeschehen ein. Aus Ostbrandenburger Sicht endete der erste Tag mit einem Paukenschlag. Claudine Vita (W 15/Gaselan Fürstenwalde) erkämpfte sich nach 2010 erneut den Titel einer Deutschen Schülermeisterin im Block Wurf.
Für die Frankfurter Marius Sperling und Leon Senger (M 15)?sowie Tim Bechly, Florian und Pascal Berthold (alle M 14) standen Siege hingegen in weiter Ferne. Doch sich gut unter den besten deutschen Nachwuchsathleten zu platzieren, war ein realistisches Ziel – das sie mit Ergebnissen im vorderen und guten Mittelfeld erreichten. „Die Jungs haben einen guten Wettkampf gezeigt, keiner hat versagt, auch nicht in einer Einzeldisziplin. Dass es neben Stärken auch Schwächen gab, ist bei einem Mehrkampf mit fünf Diszi-?plinen einfach normal“, bilanziert SC-Trainer Hartmut Schulze.
Die beste Platzierung im Verhältnis zur Teilnehmerzahl seines Wettkampfes stand am Ende für Pascal Berthold im Protokoll. Obwohl er sich gerade so für diesen Höhepunkt qualifiziert hatte, wuchs er im Block Sprint/Sprung über sich hinaus, wurde Zwölfter unter 31 Startern und hier zugleich bester Brandenburger. „Nach den ersten Disziplinen lief es gut, so dass ich unter die ersten 15 kommen wollte“, resümiert der Blondschopf, der sich zusätzlich über persönliche Bestleistungen im 100-m-Lauf und im Weitsprung freut. Nicht so gut konnte diesmal Zwillingsbruder Florian sein Potenzial abrufen, er wurde 23. „Durch das Training habe ich mich sicher gefühlt, aber die Aufregung, bei einer deutschen Meisterschaft dabei zu sein, war schon groß“, erzählt „Flori“.
Marius Sperling ging mit der Erfahrung der Meisterschaft 2010 in den Wettkampf. „In Hannover war ich viel aufgeregter, jetzt hatten wir ja einen Heimvorteil“, so der drahtige Junge. Bis auf den Speerwurf lief alles super, schätzt Marius ein. Im Hochsprung überquerte er erstmals bei 1,72 m die Latte. Am Ende erreichte Marius Platz 20 bei 37 Teilnehmern.
An seine bisher in Block- und Einzelwettkämpfen erzielten Ergebnisse konnte Tim Bechly im Block Lauf weitestgehend anknüpfen. „Ich hatte mir über 100 m und im Weitsprung aber mehr erhofft. Leider hatten wir zwischen den Disziplinen meist nur kurze Pausen von 30 Minuten“, sucht der Laufspezialist über 1000 m und 2000 m eine Erklärung. Letztlich erreichte Tim Platz 12 bei 16 Startern und verbesserte genau wie Marius und Pascal seine Gesamtpunktzahl.
Enttäuscht war Leon Senger, der gut eine Woche vor den Titelkämpfen in Top-Form war, sagte Hartmut Schulze. Doch anders als 2010 fühlte sich Leon zum Höhepunkt in Cottbus „fest“ und blieb vor allem über die Hürden und beim Weitsprung unter dem Machbaren. Er belegte Platz 20 bei 29 Startern. Ursachenforschung müssen nun wohl auch seine Trainer von der Sportschule Potsdam betreiben, mit denen er vor der Meisterschaft noch im Trainingslager weilte.
Stolz auf die Frankfurter Mehrkämpfer ist gleichfalls Horst Fröhlich, bei dem das Quintett viele Jahre trainierte. „Dass sich die Jungs unter die besten Leichtathleten Deutschlands ihrer Altersklassen mischten, ist einfach toll“.
Sahnehäubchen des anstrengenden Wettkampftages war der vierte Platz der Frankfurter in der Mannschaftswertung Block in der AK 14/15.