Als Schwerpunkte nannte die Polizei den Bereich rund um die Halbe Stadt sowie den Stadtteil Hansa Nord. 57 derartige Taten zählte die Polizei insgesamt, wovon 20 Vorfälle auf das Jahr 2020 entfielen. Die Ermittlungen zu weiteren Tatverdächtigen sowie die Untersuchung und Auswertung der Beweismittel dauern an, teilte die Polizei mit.
Rechtsextreme Flyer in Frankfurt auch auf polnisch
Im Zusammenhang mit den Schmierereien stand mutmaßlich auch die Facebookseite „H&S crew ffo“. Die Seite ist inzwischen nicht mehr aufrufbar. Geteilt wurden dort Fotos und Videos, die das Sprühen und Kleben von Zeichen und Schriftzügen inszenierten, die man auf dem von der Polizei veröffentlichten Foto des jetzt sichergestellten Propaganda-Materials wiedererkennen kann. Etwa das Code-Wort „NR-Zone“, kurz für „Nationalrevolutionäre Zone“, „Love Strasser Hate Hitler“ und Hammer-und Schwert-Symboliken („H&S“). Sie verweisen auf einen bestimmten Flügel in der neo-nationalsozialistischen Szene, die auch in Brandenburg Anhänger habe, wie Andreas Carl vom Potsdamer Innenministerium bestätigt hatte, dem auch der Verfassungsschutz untersteht. Diese NS-Strömung greift auch antikapitalistische Slogans auf, die auf auf einigen beschlagnahmten Aufklebern zu sehen sind.
Außerdem zu erkennen in dem sichergestellten Fundus an Flyern und Aufklebern: homophobe und transfeindliche Botschaften, Slogans gegen „Islamisierung“, gegen die Europäische Union, antikommunistische Botschaften sowie Flyer der NPD und ihrer Jugendorganisation „JN“. Auch Materialien auf polnisch sind dabei, etwa die Forderung nach Freiheit für den polnischen rechtsextremistischen Attentäter Janusz Walus.