Der Parkplatz in der Seelower Kehre wird vorerst nicht abgerissen – der Anwohnerprotest hatte Erfolg. Darüber informierte die Wohnungswirtschaft. Demnach werde der Vertrag über den Abriss des Wohngebäudes in der Seelower Kehre 9–11, der auch den Rückbau des Parkplatzes vorsah, entsprechend angepasst. Der Kompromiss sieht vor, dass der unter anderem durch Landesmittel geförderte Abriss verschoben wird und ausgesetzt bleibt, solange der Parkplatz benötigt wird. Der Bedarf soll künftig regelmäßig durch die Stadtplaner geprüft werden.

Wowi will Bewirtschaftungskosten gering gehalten

Im Dezember hatten Anwohner gegen den Rückbau protestiert. Stadt und Wohnungsunternehmen beschlossen daraufhin, den Parkplatz im Interesse der Mieter zunächst zu erhalten.
Da es sich um ein Privatgrundstück handelt, erfolgt das Parken und Betreten auf eigene Gefahr. Einen Winterdienst gibt es nicht, worauf künftig Schilder hinweisen. „Auch unbebaute Grundstücke kosten Geld, beispielsweise für die Versicherung. Wir erhalten den Parkplatz, müssen die Kosten aber möglichst gering halten“, erklärt Wowi-Geschäftsführer Jan Eckardt.

Nach Abschluss der Abrissarbeiten soll sich die Lage entspannen

Nach dem Wegfall der Absperrungen für den Abriss auf Höhe der ehemaligen Hausnummern 19-24 ist das Parken im öffentlichen Bereich der Seelower Kehre, direkt an der Straße, wieder problemlos möglich. Die Parkplatzsituation für das gesamte Gebiet entspannt sich dadurch.
In den vergangenen Monaten war es aufgrund der angespannten Lage häufig zu Parkmanövern entgegen der Straßenverkehrsordnung gekommen, vor allem im hinteren Bereich des Wendehammers der Seelower Kehre, der ebenfalls in Wowi-Besitz ist. Die Kanten, die von ausweichenden, großen Fahrzeugen beschädigt wurden, werden seit Ende 2020 erneuert. Die Baumaßnahmen werden in der nächsten Woche fertiggestellt und der Bauzaun entfernt.