Angefangen am Holzmarkt führte der Gästeführer die etwa 20 Interessierten zum Rathausplatz und machte auf die schlimmen Kriegsfolgen in Frankfurt aufmerksam. Über 80 Prozent der Stadt seien zerstört worden, aber die Ruine der Marienkirche wurde in den folgenden Jahrzehnten wieder aufgebaut. Kauczynskis Tour führte weiter unter anderem zur Löwenapotheke, der ältesten Apotheke Frankfurts und gleichzeitig einem der ältesten Gebäude in der Stadt.
Die Gruppe setzte ihre Tour fort und machte auch Halt unter der Oderbrücke. Auf jeder seiner Führungen erzählt Kauczynski, dass die Anbauten auf deutscher Seite bald abmontiert werden. Deswegen gäbe es für Ortsfremde nur noch wenig Zeit, die Brücke in der momentanen Form zu sehen.
Dann ging es auf die andere Seite der Oder – nach Slubice. Der erste Halt war in der Jedności Robotniczej, umgangssprachlich als Zigarettenstraße bekannt. Kauczynski erklärte anschaulich, wie Slubice entstand und vorerst als Ergänzungsort zu Frankfurt gesehen wurde. An der Karte der Straße machte er auf die damalige Bedeutung Frankfurts für den Handel aufmerksam. Auf dem Stadtplatz erfuhren die Gäste Interessantes über Bauten aus verschiedenen Epochen und Bauphasen. Die Führung endete im Collegium Polonicum. Von der Dachterrasse gönnten sich die Teilnehmer der Führung einen Blick über beide Städte.
Hannelore Busse fand die Führung interessant. Sie nahm, wie sie sagte, auch schon an anderen Führungen durch Frankfurt teil, um ihr Wissen über die Region zu vertiefen.