Er sei „sehr zufrieden“ mit dem Abstimmungsergebnis, sagte der Beigeordnete und sprach von
einem „sehr deutlichen Beschluss“. Die Stadtverordneten von Frankfurt und Slubice hatten sich bei ihrer gemeinsamen Sitzung am Donnerstag mit zwei Gegenstimmen und vier Enthaltungen (Frankfurt) sowie zwei Enthaltungen (Slubice) eine Vereinbarung zur Finanzierung des Gutachtens ausgesprochen und die Studie damit auf den Weg gebracht.
Von dem Gutachten erhoffen sich beide Städte Aufschluss über Chancen und Risiken einer über die Oder führenden Nahverkehrslinie.
Überschrieben ist der Auftrag mit „Strategie des Öffentlichen Personennahverkehrs für die Doppelstadt Frankfurt (Oder)/Slubice“. Erarbeitet werden sollen das Strategiekonzept sowie eine Projektstudie zum grenzüberschreitenden ÖPNV mit dem Schwerpunkt Straßenbahn. Veranschlagt sind Kosten von
180 000 Euro, die zu einem Drittel von Slubice und zu zwei Dritteln von Frankfurt getragen werden sollen. Nach Worten Peter Edelmanns bestehen gute Chancen auf eine Förderung dieser Kosten – allerdings nur dann, wenn später auch tatsächlich eine ÖPNV-Verbindung geschaffen wird. „Wir wollen das Ergebnis nicht vorwegnehmen und haben uns deshalb dafür entschieden, zunächst keine Fördermittel zu beantragen. Ich gehe aber davon aus, dass das Gutachten auch im Nachhinein förderfähig ist“, sagte der Beigeordnete.
Peter Edelmann rechnet damit, dass die Studie drei bis vier Monate nach der Auftragsvergabe vorliegen könnte, das wäre bis zum Herbst. Erstellt werden sollen unter anderem ein technisches Konzept, ein Verkehrskonzept, ein Betriebskonzept und eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. Die Experten sollen auch juristische Fragen beleuchten. Nach Sichtung der Bewerbungsunterlagen habe er „ein gutes Gefühl, dass wir ein sehr qualifiziertes Ergebnis erhalten“, sagte der Wirtschaftsdezernent.