Gegen überschuldete städtische Unternehmen, das unter anderem das Alten- und Pflegeheim im Jungclaussenweg betreibt, war im November ein Schutzschirminsolvenzverfahren - eine Insolvenz in Eigenverwaltung - angeordnet und eröffnet worden. Damit verbunden ist auch die Erarbeitung des jetzt vorliegenden Insolvenzplans, demzufolge die 190 Arbeitsplätze bei der Pflegegesellschaft erhalten werden sollen. Möglich sei das durch die Umsetzung erster Sanierungsmaßnahmen, die wiederum die Gläubiger zur Zustimmung bewogen haben, heißt es. Die entscheidende Gläubigerversammlung habe am Donnerstag stattgefunden.
Sollte der Insolvenzplan rechtskräftig werden, wird die Gesellschaft entschuldet und das Insolvenzverfahren beendet. Sie könnte dann noch in diesem Jahr regulär weitergeführt werden, wie Sachwalter Rüdiger Wienberg erklärt.
Das Unternehmen war mit Sanierung des Heimes in Neuberesinchen in eine Schieflage geraten. Daraufhin ließ Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) im Herbst 2011 die langjährige Geschäftsführerin Brigitte Freund ablösen.
Die Nachricht von der Zustimmung zum Insolvenzplan wertete Wilke positiv. "Ich freue mich über die positive Abstimmung" sagte er. "Wenn der Insolvenzplan auch vom Gericht akzeptiert wird, ist eine wesentliche Grundlage geschaffen, die Gesellschaft in naher Zukunft wieder auf wirtschaftlich stabile Füße zu stellen. Darüber hinaus gibt dieses Ergebnis sowohl den Heimbewohnern als auch der Belegschaft einen ebenso stabilen Ausblick in die Zukunft."