Dieser Sprecher  konkretisierte am Donnerstag: „Über die Erwiderung der Stadt vom 13.11.2017 ist noch nicht mit der Stadt gesprochen worden, die Gesprächsplanungen laufen aber und die Gespräche werden stattfinden.“ Der Sprecher verweist darauf, dass an anderer Stelle jedoch sehr wohl mit den kreisfreien Städten unter der Überschrift „Teilentschuldung“ gesprochen worden sei. Es dürfe der Stadt nicht verborgen geblieben sein, dass das Innenministerium Probleme mit dem städtischen Haushalt sehe.
Frankfurts Kämmerin Corinna Schubert hatte sich in einer Pressemitteilung verwundert über die Berichterstattung über einen nicht genehmigten Haushalt 2017 gezeigt. „Die Stadt habe bis heute keinen Erlass, der die Genehmigung des Haushaltssicherungskonzeptes 2017 und die Genehmigung der Kredite erteilt bzw. versagt“, so Schubert.
Zum Anhörungsschreiben des Ministeriums hatte die Stadt am 13. November schriftlich Stellung genommen. „Darin hat die Stadt ihren strikten Konsolidierungskurs deutlich untersetzt“, schreibt Schubert. Doch bis heute habe es darauf keine Reaktion des Innenministeriums gegeben. Auch angekündigte Gespräche zwischen dem Oberbürgermeister und dem Innenminister hätten trotz mehrfacher Nachfrage von Seiten der Stadt bis heute nicht stattgefunden.
Anmerkung der Redaktion: In einer vorigen Version hatte die Märkische Onlinezeitung berichtet, der Frankfurter Haushalt sei endgültig durchgefallen. Richtig ist: Das Land hat auch nach mehr als dreieinhalb Monaten nicht auf die Stellungnahme der Stadt zum Anhörungsschreiben reagiert. In diesem hatte das Land den Haushalt der Stadt für nicht genehmigungsfähig erklärt.