Zwar feiert der Stadtsportbund in diesem Jahr sein 30. Jubiläum, wenngleich wohl mit der kleinsten sportlichen Präsenz der ganzen Geschichte in der Oderstadt, zumindest in diesem Frühjahr. Freilich, daran hat nicht der Stadtsportbund schuld, wie allgemein bekannt ist. Deswegen war auch der zusätzliche Scheck, den die Sparkasse Oder-Spree bei der Spendenübergabe im Frankfurter Ruderclub von 1882 an den SSB übergeben hatte, Ansporn, noch etwas auf die Beine zu stellen. Zusätzlich zu den 7000 Euro, welche die Sparkasse für die Arbeit des Stadtsportbundes gespendet hat, gab es noch einmal 1000 Euro obendrauf. Für das Jubiläum, wie Gil Pönitzsch, Direktor der Sparkassendirektion Ost, betont.
Sportgeist aufrecht erhalten
"Ein positives Signal ist sowohl das Geld, als auch die gerade laufende Family Challenge", sagt Stefan Köber. Am 23. Mai startete diese. "Nach der Individual Challenge des Laufes ohne Grenzen – Bieg bez granici ist dies die zweite Veranstaltung des SSB, um den Sportgeist trotz Corona aufrecht zu erhalten", berichtet Köber. "Sport macht am meisten Spaß in der Gemeinschaft. Angesichts der anhaltenden Pandemie auch gerne mal im Kreise der Familie. Und genau da setzt die Family Challenge an." Noch bis zum 24. Juni kann man mitmachen. Ein Foto gilt als Teilnahmebestätigung. Dafür erhält man eine Urkunde mit seinem Foto als Erinnerung zum Selbstdruck. Die zehn schönsten und kreativsten Fotos erhalten zudem Sachpreise.
Eigentlich ist die Family Challenge nur die Alternative zur geplanten Jubiläumsserie des SSB. "Intern haben wir uns bewusst gegen eine Einzelveranstaltung zum 30. Jubiläum des Stadtsportbundes entschieden. Unser Jubiläumslogo sowie zahlreiche Werbe- und Kleinsportartikel sollten das ganze Jahr über auf verschiedenen Veranstaltungen präsent sein", erklärt Stefan Köber. Aktuell werden vom SSB 77 Mitgliedsvereine mit insgesamt 10 680 Mitgliedern betreut. "Wir können mit Stolz auf die letzten Jahre zurückblicken", sagt der Geschäftsführer. Besonders dankt er den ehrenamtlichen Helfern in den Vereinen. "Anlässlich des Europatages am 9. Mai hat das Land Brandenburg dem Stadtsportbund außerdem die Europaurkunde verliehen", berichtet Gudrun Frey erfreut. Sie hatte sich gleich nach ihrem Amtsantritt stark gemacht, den über viele Jahre angedachten "Lauf ohne Grenzen" in die Tat umzusetzen. Inzwischen ein Erfolgsmodell wie auch andere Veranstaltungen des SSB.
Hoffnung auf Normalbetrieb
Natürlich hoffen alle auf einen baldigen ungestörten Sportbetrieb. "Besonders für die Kinder ist das wichtig. Erwachsene können sich ja noch gut motivieren, aber Kindern macht Sport nun mal zumeist nur in der Gruppe Spaß. Ich kenne jedenfalls wenige Neunjährige, die sagen, sie gehen jetzt mal allein joggen", gibt Stefan Köber zu bedenken.
Die Teilnahmebedingungen der Family Challenge sind auf der SSB-Homepage unter www.ssb-ffo.de zu finden.

Schwerpunkte auf Nachwuchs und grenzüberschreitender Zusammenarbeit

Der Stadtsportbund Frankfurt schreitet besonders im Bereich der deutsch-polnischen Zusammenarbeit voran. Über viele Jahre haben Petra Zühlsdorf, Hans-Jürgen Waschke, Klaus Karafiat und Hans-Ulrich Konieszek die Grundlagen für die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Jugend- und Seniorenbereich gelegt.

Die aktuelle SSB-Präsidentin Gudrun Frey holte 2017 einen polnischen Muttersprachler ins Team. Mit Arkadiusz Sowa sei die deutsch-polnische Zusammenarbeit viel einfacher geworden, man kann bei den Słubicer Partnern anrufen oder eine Mail schreiben.

Sowa, Basketballer aus Słubice, ist den Vereinen der Doppelstadt bei der Durchführung von grenzüberschreitenden Projekten, der Beantragung von Fördermitteln und beim Übersetzen behilflich.

Gemeinsam mit der Projektmitarbeiterin Victoria Fritzsche und Jugendsportkoordinator Frederic Jürgensen sind noch zahlreiche grenzüberschreitende Projekte, vorrangig im Kinder- und Jugendbereich, in Planung – hoffentlich schon bald nicht mehr nur virtuell in der Gemeinschaft. red