Ausweisung von Intensivtätern

Der Überfall hatte 2018 für Unruhe in der Stadt gesorgt. Eine selbsternannte "syrische Mafia" aus einigen gewaltbereiten Jugendlichen war nicht nur für den Angriff auf die Diskothek verantwortlich, sondern auch für weitere Delikte in der Frankfurter Innenstadt. Der Staatsanwaltschaft gelang es, dem Treiben mit intensiven Ermittlungen und zügigen Haftbefehlen ein Ende zu machen.  Auch der Oberbürgermeister René Wilke (Linke) ist in die Offensive gegangen und hat im Interesse eines guten Miteinanders von Einheimischen und Geflüchteten die Ausweisung von Intensivtätern initiiert. "Bisher wurden seit 2018 fünf Ausweisungsverfahren in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft zu einem Ende gebracht. Zwei davon erst vor wenigen Wochen, beide mit dem Ergebnis einer Ausweisungsentscheidung", teilt die Stadtverwaltung ganz aktuell mit.

Urteil wegen Sexualdelikten

Einer der Auszuweisenden war auch am Überfall auf den Club beteiligt. Nach seiner Entlassung aus der U-Haft wegen überlanger Verfahrensdauer im Frühjahr 2019 wurde er wenig später erneut festgenommen und dann unter anderem wegen mehrerer Sexualdelikte zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 23 Monaten verurteilt. Diese verbüßt er laut Staatsanwaltschaft derzeit.
Michael Möckel, CDU-Chef in Frankfurt (Oder), bedauert die lange Verfahrensdauer nach dem Club-Überfall. "Das muss besser werden", fordert er. Die Landesregierung sei an dem Thema dran, habe für zusätzliche Richter gesorgt. Aber bis dies wirke, dauere es noch. Wichtig sei, dass es in der Stadt seit den Vorkommnissen von 2018 nach wie vor ruhig ist. Das schnelle und konsequente Handeln des Oberbürgermeisters sei gut und wichtig gewesen, betont Möckel.