Einen Knackpunkt bildeten schon die Doppel, denn nach dem Sieg von Kulczyczki/Konieczka und einer Niederlage von Kretzschmar/Waczek hatten es die beiden Youngster im Frankfurter Trikot Gerasch/Ledwig gegen das Spitzenduo aus Barnim in der Hand, das Preußenteam in Führung zu bringen. Obwohl sie im Entscheidungssatz bereits mit 5:0 in Führung lagen, konnten sie den Sack nicht zubinden und verloren diese Begegnung noch. Die ersten beiden Einzel brachten die erwarteten Ergebnisse, Kulczyczki gewann souverän ohne Satzverlust. Marek Konieczka leistete zwar gegen die Nummer eins der Finower großen kämpferischen Widerstand, musste dann aber eine hauchdünne 2:3-Niederlage einstecken.
Dass es die beiden Frankfurter Kretzschmar und Gerasch im mittleren Paarkreuz schwer haben würden, war schon vor dem Match klar. Sie zogen sich jedoch achtbar aus der Affäre, Martin Gerasch schrammte knapp am Sieg vorbei. Anschließend bliesen die Preußen zum Sturm und gestalteten die nächsten vier Einzel siegreich. Routinier Waczek machte mit seinem Kontrahenten nicht viel Federlesen und ließ mit variablem Topspin-Spiel von Anfang an keinen Zweifel an einem klaren Triumph aufkommen. Im Duell der derzeit beiden besten Jugendaktiven in Brandenburg ging diesmal Felix Ledwig gegen Marc Brendel mit einem 12:10-Erfolg im 5. Satz als Sieger von der Tischtennisplatte, nachdem er in der Hinrunde den Kürzeren gezogen hatte.
Gegen seinen Angstgegner Wlosik musste Radek Kuclczyczki in der Spitzenpaarung schon all sein Können einsetzen, um den erfahrenen Finower Blockspieler in einem hart umkämpften, gutklassigen Match zu bezwingen. Besonders seine knallharte Rückhand gab dabei den Ausschlag.
Da auch ein gut aufgelegter Marek Konieczka an diesem Tag eine super Vorstellung in seiner Partie gegen Eric Kirsten abgab, ging das Preußenteam zwischenzeitlich mit 6:5 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt lag der Punktgewinn, den man sich vorgenommen hatte, in greifbarer Nähe. Leider konnten die Oderstädter dem nervlichen Druck nicht standhalten, denn in den letzten vier Einzelbegegnungen gelang ihnen kein Punkt mehr. Die größte Chance hatte Mannschaftskapitän Peter Kretzschmar. Er forderte seinen Widerpart Holm Kirsten zwar spielerisch alles ab, musste jedoch nach einigen unkonzentrierten Spielpassagen den Eberswalder knapp den Vortritt lassen. Die Preußen hofften nun darauf, dass Waczek oder Ledwig im unteren Paarkreuz noch den notwendigen Zähler holen würden, doch zwei Schlappen machten diese Hoffnung zunichte. Mit einer schmerzlichen 6:9-Niederlage im Gepäck mussten die Preußen-Männer die Heimreise antreten.
SV Preußen: Kulczyczki (2,5 Punkte), Konieczka (1,5), Waczek, Ledwig (je 1)