Laut Ver.di soll Andreas Lorenz, Leiter Verkehr bei der SVF, die drei Fahrer Ende vergangener Woche in sein Büro bestellt und sie dort mit dem Verweis auf das bevorstehende Auslaufen der befristeten Arbeitsverträge genötigt haben, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Marco Pavlik, Streikleiter bei Ver.di, hatte die Mitteilung verbreitet, nachdem ihm eine SMS gezeigt worden war, in der einer der Betroffenen angeblich über das Gespräch berichtete - ohne den Wahrheitsgehalt der SMS geprüft zu haben.
Wolfgang Worf, Geschäftsführer der SVF, hat jetzt mit zwei der drei Fahrer (der dritte ist seit längerem krank) gesprochen. Das Ergebnis: "Dieses Gespräch bei Herrn Lorenz hat nie stattgefunden." Das hätten beide Fahrer, die den Betriebsrat nicht bei der Unterredung dabei haben wollten, bestätigt. Genauso wie Andreas Lorenz. "Wahr ist, dass wir schon am 15. April entschieden haben, alle drei Fahrer unbefristet zu übernehmen", betont Wolfgang Worf, "es fehlte nur noch der formale Abschluss." Es sei "ein Unding, dass solche Lügen verbreitet werden".
Der Geschäftsführer erklärt zudem, dass es auch nicht stimmt, dass es bei der SVF zehn Jahre keine Lohnerhöhung gegeben habe. "Der letzte Tarifabschluss erfolgte im Februar 2013", sagt er. Die Gehälter seien zum 1. Januar 2013, zum 1. Januar 2014 und zum 1. Juli 2014 angehoben worden.