Einem aufmerksamen Taxifahrer ist es zu verdanken, dass ein 91-jähriger Berliner nicht Opfer eines Betruges wurde. Der Rentner war am Montag von seiner angeblichen Schwester angerufen worden. In dem Telefonat suggerierte ihm die Frau, dass sie einen Verkehrsunfall verursacht habe und das ungeborene Kind der Unfallgegnerin dabei getötet worden sei.

40.000 Euro verlangten die Betrüger

Nun müsse sie 40.000 Euro als Kaution zahlen, damit ihr ein Gefängnisaufenthalt erspart bliebe. Diese Geschichte bestätigte dann ein Mann, welcher den Telefonhörer übernahm und sich als Polizeibeamter ausgab. Da der hilfsbereite „Bruder“ nicht über die geforderte Summe verfügte, einigte man sich auf einen Teilbetrag, welcher in Frankfurt (Oder), an der Slubicer Straße, an einen Polizisten übergeben werden sollt

Taxifahrer fährt stattdessen zur Polizei

Mit dem Geld im Gepäck fuhr der hochbetagte Mann nach Frankfurt (Oder) und bestieg am Bahnhof ein Taxi, um zum angegebenen Übergabeort zu gelangen. Der Taxifahrer hörte sich die Geschichte an und schaltete sofort. Statt ihn in der Slubicer Straße abzuliefern, brachte er seinen Fahrgast umgehend zur Polizei. So ersparte er dem Rentner ein ganz böses Erwachen. Kriminalisten der Inspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) ermitteln nun, wer sich da hatte bereichern wollen.