trollen durch Veterinärbehörden.
Am Donnerstag erreichte das Thema nun das Stadtparlament. Eine Einwohnerin appellierte an die Stadtpolitik, Haltung zu zeigen. „In Deutschland gibt es viele Städte, die keine Genehmigung mehr erteilen“, erklärte sie. Philipp Henning vom Frankfurter Kreisverband der Satirepartei Die Partei brach – in ungewöhnlich ernstem Ton – ebenfalls eine Lanze für den Tierschutz. Zugleich wollte er wissen, ob die Verwaltung die Zäune auf ihre Sicherheit hin überprüft habe.
„Es ist leider nicht so, dass wir hier Zirkussen verbieten dürfen, mit Wildtieren zu arbeiten“, erklärte der OB. Die Verwaltung habe eine Nichtgenehmigung geprüft, allerdings seien andere Städte damit letztlich vor Gericht gescheitert. „Es wäre Aufgabe des Bundesgesetzgebers, hier für eine andere Rechtsgrundlage zu sorgen“, so René Wilke.
Die Stadt habe mehrfach sehr strenge Kontrollen durchgeführt. „Unsere Veterinärmediziner haben sich auch sämtliche Protokolle geben lassen. Alle Nachweise wurden erbracht und alle Regeln eingehalten. Insofern können wir rein rechtlich nicht dagegen vorgehen.“ Auch die Zaunanlage sei geprüft worden. „Sie entsprechen den gesetzlichen Vorgaben. Wir können keine Auflagen erteilen, die darüber hinaus gehen“. Er selbst, betonte Wilke, „gehe nicht in solche Veranstaltungen“. Ähnlich sah das Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Neumann: „Solche Abstimmungen kann man auch mit den Füßen machen.“(thg)