In Frankfurt (Oder) gibt es weitere positive Befunde auf Afrikanische Schweinepest (ASP). Die Zahl der ASP-Fälle im Stadtgebiet erhöhte sich auf sechs.
Am vergangenen Donnerstag, 18. März., hatte das Friedrich-Loeffler-Institut die zuvor vom Landeslabor Berlin-Brandenburg diagnostizierte Tierseuche zunächst bei Proben von drei Wildschweinen bestätigt. Die verendeten Tiere waren bei der Fallwildsuche durch einen Drohnenüberflug im Schilfgürtel des eingezäunten Kerngebietes entdeckt und geborgen worden. Am Freitag kam dann ein sechster positiver Befund hinzu. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um ein westlich des Schilfgürtels krank erlegtes Tier.

Tierseuchenallgemeinverfügung für Frankfurt angepasst

Aufgrund der bisherigen ASP-Positivfälle musste die Tierseuchenallgemeinverfügung für die Stadt Frankfurt (Oder) jetzt angepasst werden. Es gibt nun ein Kerngebiet nördlich des Kuhweges, des Ragoser Talweges und der Sandfurt sowie östlich des Frankfurt Weges bis zur nördlichen Grenze des Stadtkreises mit der Oder als östliche Begrenzung. Dieses Gebiet ist bereits eingezäunt. Erweiterungen sind abhängig von weiteren Funden nicht ausgeschlossen. Zusätzlich gilt ganz Frankfurt (Oder) wieder als gefährdetes Gebiet.
Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass im Kerngebiet das Betreten von Waldflächen und offenen Landschaften untersagt ist. Anwohner sind aufgefordert, die Tore in den Wildschutzzäunen konsequent geschlossen zu halten. Im Kerngebiet gilt zudem ein vorläufiges Jagdverbot. Im übrigen Stadtgebiet ist die Jagd nur noch als Einzeljagd gestattet. Intensive Fallwildsuchen werden weiterhin in der gesamten Stadt durchgeführt.
Bei der Eindämmung der Tierseuche Richtung Westen ist das Einhalten der Restriktionen ein wesentlicher Faktor. Daher sei es unerlässlich, sich an die Verhaltensregeln zu halten, appelliert die Stadtverwaltung an die Bevölkerung.
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