Frankfurt (Oder) hat seinen zweiten Schweinepest-Fall – und den ersten hinter dem Wildschweinzaun an der Oder, wo in der vergangenen Woche ein totes Tier gefunden worden war. Darüber informierte Stadtsprecher Uwe Meier am Donnerstag.

Referenzlabor hat den ASP-Fall bereits bestätigt

Ein Jäger hatte das mit der Afrikanischen Schweinepest infizierte Tier am Sonntag auf den nördlichen Oderwiesen geschossen, als dort gerade der mobile Elektrozaun errichtet wurde, der verhindern soll, dass Wildschweine während der Fallwildsuche auf die nahe Bundesstraße laufen. Das Tier wurde anschließend beprobt. Der Test auf ASP fiel dann sowohl im Landeslabor Berlin-Brandenburg als auch im Nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut positiv aus.
Bereits am 28. Februar war östlich des Wildschweinzaunes in der Nähe des Oderufers ein mit der Tierseuche infizierter Kadaver gefunden worden. Anschließend begann eine umfangreiche Fallwildsuche westlich der Barriere auf den nördlichen Oderwiesen.

Frankfurt (Oder) jetzt gefährdetes ASP-Gebiet

Nach dem zweiten bestätigten ASP-Fall innerhalb weniger Tage wurde in Abstimmung mit dem Landeskrisenzentrum des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz die Stadt Frankfurt (Oder) nun zum gefährdet Gebiet erklärt; zuletzt galt die Stadt als Pufferzone. Welche möglichen Verhaltensregeln für die Bevölkerung und Schutzmaßnahmen daraus folgen, darüber berät der ASP-Krisenstab am Freitag. Für die nächste Woche kündigte Stadtsprecher Uwe Meier den Erlass einer angepassten Tierseuchenallgemeinverfügung an.
Die Fallwildsuche im Fundgebiet nördlich der Stadt wird unterdessen auch in den nächsten Tagen fortgesetzt.
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