„Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es mir wichtig ist, Ihnen als Stadtverordnete einen abgestimmten und durchdachten Bericht vorzulegen“, argumentiert Wilke in dem Schreiben. Bei einer ersten Vorstellung des Papiers in der Frankfurter Stadtverwaltung am 9. Mai sei noch einiger Präzisierungsbedarf deutlich geworden. Denkbar sei auch, dass die Slubicer Seite noch Nachholbedarf sieht. Ein erster Termin zur Vorstellung im Rathaus der Nachbarstadt war gescheitert. Ein Vertreter der Stadtverwaltung berichtete, die Unterlagen seien zu kurzfristig verfügbar gewesen.
Zuvor hatten Stadtverordnete gerügt, dass das Papier nicht schon öffentlich gemacht worden ist. Jörg Gleisenstein (Bündnis 90/Grüne) und Frank Hammer (Linke), die sich auch in der Bürgerinitiative „Pro Tram“ engagieren, bemängelten den Umgang mit dem Papier. Es scheine in der Verwaltung kein Verfahren zu geben, wie mit dem Papier umgegangen wird, kritisierten sie. Die Stadtverordnetenversammlungen von Frankfurt und Slubice hatten im April vergangenen Jahres die Erarbeitung der Studie beschlossen. Ziel ist die Erweiterung des Frankfurter Straßenbahnnetzes.