Er habe das Gefühl, betont er bei dem von ihm anberaumten Pressetermin am Dienstagnachmittag, dass man in Frankfurt solche „linksextremistischen Schmierereien“ nicht ernst genug nehme. Ende Januar habe er Ordnungsdezernent Markus Derling mündlich und vor zwei Wochen noch einmal schriftlich darum gebeten, den Schriftzug entfernen zu lassen. Bis jetzt ist nichts passiert.
Markus Derling, selbst OB-Kandidat für die CDU, zeigte sich auf Nachfrage am Dienstagnachmittag etwas ratlos, versicherte aber: „Wir entfernen solche Dinge, wo wir können und wo wir zuständig sind.“ Allerdings sei die Höhe der laufenden Mittel für die Unterhaltung von Straßen und Wege extrem begrenzt.
Aus diesem Grund schlägt Wilko Möller vor, künftig einen Graffiti-Fonds zu schaffen. „Anstatt 50 000 Euro  für bürgerschaftliches Engagement auszugeben, sollte man es lieber dafür verwenden. Das wäre effektiver“, zeigt sich Möller überzeugt.
Bezüglich des aktuellen Schriftzugs an der Bahnbrücke  fordert er die Stadt auf, endlich zu reagieren. „Ansonsten werden wir es selbst übernehmen“, kündigt er an.
Auf ähnliche Weise war Wilko Möller, damals noch als FDP-Mitglied schon einmal aktiv geworden. Damals prangte gegenüber von der neuen Staatsanwaltschaft der Schriftzug „Deutschland muss sterben, damit wir leben können!“ Im September 2009 nahm er selbst Pinsel und Farbe und übermalte den Slogan.