"Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Europa ist für mich – nach wahrlich nicht leichter persönlicher Abwägung – jetzt der Zeitpunkt gekommen, mich wieder mit ganzer Kraft der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Osteuropa zu widmen.“ Er sei davon überzeigt, die Viadrina „gut aufgestellt“ zu übergeben, heißt es in einer Pressemitteilung.
Wölls erster Stellvertreter Stephan Kudert wird vorerst seine Aufgaben kommissarisch übernehmen. „Ich bin sehr dankbar für die spannende Zeit als Präsident an dieser internationalen Universität mit ihren vielen überaus engagierten und kreativen Studierenden. Besonders dankbar bin ich auch für die vielen guten Begegnungen mit den Menschen aus der Region und die großartige Unterstützung aus der Stadt“, so Wöll weiter. Bereits in den vergangenen Tagen wurde eine neue Personalie bekannt. Niels Helle-Meyer wird zum 1. Dezember Kanzler der Hochschule.
Wöll hatte im Dezember 2014 das Amt des Präsidenten angetreten. Der 1968 geborene Slawist hatte zuvor an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität eine Professur für Ost- und Westslawische Philologie inne und war seit 2010 Dekan der dortigen Philosophischen Fakultät. Bis 2008 lehrte der aus Süddeutschland stammende Wöll in Oxford.