Der Verein Slubfurt erhält die Auszeichnung auf Vorschlag des Bildungsministeriums. Er wurde 1999 gegründet und setzt sich seitdem für eine gemeinsam gelebte deutsch-polnische Grenzregion ein. 2009 fanden die ersten Slubfurter Kommunalwahlen statt, bis heute tagt das Slubfurter Stadtparlament regelmäßig und nimmt dabei auch Flüchtlinge in seiner Mitte auf. Die Slubfurter singen im international besetzten Vereinschor "Gesang der Kulturen", gestalten den von ihnen initiierten Brückenplatz/Plac Mostowy oder schreiben Artikel für das Slubfurter Magazin Profil. Zu den weiteren Aktivitäten gehört auch das "Repair-Café", in dem sich Flüchtlinge einbringen können. Der Vorstandsvorsitzende des Vereins Michael Kurzwelly wurde für sein vielfältiges Engagement bereits 2009 geehrt, nun bekommt der Slubfurt e.V. die Europaurkunde, die Michael Kurzwelly und Adam Poholski entgegennehmen werden.
Heidemarie Langisch wurde vom Oberbürgermeister für die Auszeichnung vorgeschlagen. Sie ist seit 2015 Vorsitzende des Frankfurter Tourismusvereins, der sich vielfältig für die grenzüberschreitende Kooperation mit Slubice stark macht. Seit 1990 gilt sie außerdem als treibende Kraft im Arbeitskreis Witebsk, dessen bürgerschaftliches Engagement die 40 Jahre alte Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Witebsk mit Leben füllt. Als langjährige Geschäftsführerin der Pewobe gGmbH hat Heidemarie Langisch unter anderem das Sommercamp der Partnerstädte mitbegründet, das jedes Jahr für zwei Wochen 100 Jugendliche aus Deutschland, Polen, Frankreich, Bulgarien, der Ukraine, Weißrussland, Finnland und Israel zusammenbringt.